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Ausgabe 09.05

Verdammt viel Glück

von Ulrich Hainbuch

Am 16. März 2009 gegen 14 Uhr ereignete sich auf der A l bei Wuppertal-Ronsdorf ein folgenschwerer Unfall. Aus ungeklärter Ursache kam ein mit Industriegasen beladener Hängerzug nach rechts von der Fahrbahn ab, und prallte dort auf den Absicherungs-LKW der Autobahnmeisterei Remscheid. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Meistereifahrzeug herumgeschleudert und erneut, diesmal von dem Anhänger des umstürzenden Fahrzeugs des Unfallverursachers auf der Beifahrerseite getroffen. Ein großer Teil der sich auf dem Unfall-LKW befindlichen Ladung von ca. 150 Gasflaschen, darunter Wasserstoff, Sauerstoff und Propan, schleuderten bis zu 100 m wie Geschosse über die gesamte Breite der dort 3-spu-rigen A 1. Da einige Flaschen beschädigt wurden, bestand höchste Explosionsgefahr. Die Feuerwehr musste aus zahlreichen Flaschen das Gas kontrolliert ablassen. Der Kollege im Meistereifahrzeug erlitt eine heftig blutende Platzwunde am Kopf, konnte jedoch nach einer kurzen Untersuchung im Krankenhaus wieder entlassen werden.

Der Fahrer des Unfallfahrzeugs wurde ebenfalls leichtverletzt, ebenso ein weiterer Beteiligter, der mit seinem Fahrzeug in die Unfallstelle gerast war. Die Beifahrerin im Unfall-LKW musste durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug geschnitten werden. Sie wurde schwerst verletzt durch einen Rettungshubschrauber in ein nahes Krankenhaus geflogen. Das Meistereifahrzeug sowie der Warnanhänger waren Totalschaden. Der Kollege der Autobahnmeisterei hat nach einstimmigen Aussagen der Rettungskräfte „verdammt viel Glück" gehabt. Die BAB blieb rund 9 Stunden voll gesperrt.

Gefährdete Straßenwärter

von Gunnar Neubert, Märkische Allgemeine vom 23.Dezember 2008

Die Frau hat Nerven: Mit ihrem Brummi und dem Schilderwagen im Schlepptau ist Romy Großer, Mitglied des VDStra., schon das zweite Mal am 22. Dezember 2008 in einen Unfall auf der A9 verwickelt worden. Trotzdem sagt die Straßenwärterin: „Ich werde wieder in mein Lkw-Gespann steigen und Baustellen absichern helfen." Vor wenigen Tagen erst hat es hinter der 42-jährigen wieder gerumst. Ein Volvo-Laster aus Sachsen war in den 3,50 Meter hohen Schilderwagen gerauscht. Der auf der Zugmaschine montierte, tonnenschwere Streuer für den Winterdienst hat diesmal den Auffahrenden abgebremst. Romy Großer kam mit leichten Blessuren davon, der Unfallverursacher liegt jedoch mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Dort lag die junge Frau in diesem Jahr auch schon einmal: nach einem Unfall am Jahresanfang, als ein Laster ihren Schilderwagen samt Zugmaschine umgekippt hatte. Niemegks Autobahnmeister Hans-Joachim Bastian weiß sich bald keinen Rat mehr. Er registriert schon den dritten Unfall dieser Art in einem Jahr. „Jetzt wird langsam die Technik knapp. Ersatz für das 200 000 Euro teure Gespann gibt es nur schwer."

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Schwerer Auffahrunfall auf A9

von Olaf Schmidt

Am 12. März 2009 ereignete sich ein durch Unaufmerksamkeit verursachter Verkehrsunfall im Bereich der AM Weißenfels, A9  Fahrtrichtung München.

Die Kollegen der Meisterei waren mit Kehrarbeiten an der Standspur beschäftigt. Hierzu wurde die Lastspur mit LKW, fahrbarer Absperrtafel und vorhergehender Vorwarntafel gesperrt. Ein herannahender 7,5-Ton-nen-LKW bemerkte die bewegliche Arbeitsstelle zu spät und fuhr ungebremst auf das Sicherungsfahrzeug auf. Durch die Wucht des 

Aufpralls wurde dieses über alle drei Fahrspuren bis zur Mittelschutzplanke geschoben. Zum  Glück  reagierten nachfolgende PKW-Fahrer rechtzeitig, so dass sie vor den Unfallfahrzeugen zum Halten kamen. Ein Kollege aus der AM wurde mit einem Schleudertrauma sowie Prellungen in das Krankenhaus Weißenfels eingeliefert. Der LKW-Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon, musste jedoch von unseren Kollegen aus dem stark deformierten Fahrerhaus geborgen werden. Die Wanderbaustelle war nach Polizeiangaben ordnungsgemäß abgesichert. Am Meistereifahrzeug und dem aufgebauten Streuautomaten entstand erheblicher Sachschaden. Die fahrbare Absperrtafel und der auffahrende LKW waren Totalschaden. 

Ausgabe 09.06

Tödlicher Unfall bei Aufräumarbeiten auf A66

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A66 im Bereich der Anschlussstelle Gelnhausen-Ost ist am 30. April 2009 ein 59-jähriger Kollege der Autobahnmeisterei Langenselbold tödlich verletzt worden. Vorausgegangen war ein Unfall, bei dem ein Fahrzeug, das in Richtung Fulda unterwegs war, in die Mittelschutzplanke fuhr und anschließend auf dem Standstreifen anhielt. Während der anschließenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten durch die Autobahnmeisterei erfasste ein herannahender Wagen den Kollegen und schleuderte ihn zu Boden.
Er erlitt hierbei tödliche Verletzungen und verstarb an der Unfallstelle. Die Autobahn war für mehrere Stunden in Richtung Fulda voll gesperrt, es bildete sich ein Rückstau von etwa zehn Kilometern. Im Stau selbst kam es in der Folge zu einem weiteren Unfall zwischen einem Laster und einem PKW. Es blieb bei Blechschäden.

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Laster rammt Meistereifahrzeug

Die Polizei sprach von einem „Schlachtfeld": Auf der Bundesstraße 75 bei Travemünde kam es am 21. April 2009 zu einem folgenschweren Unfall eines Kühllasters mit einem Sicherungsfahrzeug der Straßenmeisterei. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der Signalwagen stand auf dem rechten Fahrstreifen der B 75 in Höhe der Ortschaft Teutendorf und sollte die Reinigungsarbeiten auf dem Standstreifen absichern, die die Straßenmeisterei vornahmen. Ein großes Blinklicht wies den nachfolgenden Verkehr auch auf diesen Umstand hin. Warum der Fahrer des Lasters den deutlichen Hinweis nicht bemerkte, ist

unklar. Aus Travemünde kommend geriet der Fahrer aus ebenfalls ungeklärter Ursache auf den Standstreifen und rammte den Anhänger des Sicherungsfahrzeugs in voller Fahrt. Durch den Aufprall wurde der Wagen schwer beschädigt und in einen Straßengraben geschoben. Der Laster fuhr die Böschung hin auf. Dabei rutschte der Kühlaufsatz herunter, überschlug sich und blieb auf der B 75 liegen. Speiseeis befand sich jedoch nicht mehr darin. Trotz des Sachschadens in fünfstelliger Höhe verlief der Unfall für die beiden Fahrer relativ glimpflich. Sie wurden nur leicht verletzt, kamen jedoch vorsorglich ins Krankenhaus.

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Ausgabe 09.07

Unfall auf derA71

Am 19. Mai 2009 kam es auf der A 71 zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Lastzuges fuhr kurz hinter der Anschlussstelle Bad Neustadt aus ungeklärter Ursache auf einen Warnleitanhänger der SM Rödelmaier auf. Kollegen der SM waren mit Brückenüberprüfungsarbeiten beschäftigt. Die Arbeitsstelle war ordnungsgemäß abgesichert. Durch den Aufprall wurde das Führerhaus des LKW eingerückt und das Fahrzeug auf die linke Fahrspur geschleudert. Kollegen des Straßenbetriebsdienstes der SM wurden nicht verletzt.

Ausgabe 09.10

Unfall auf der B 27

von Jens Krannich

Am 27. Juli 2009 kam es auf der Bundesstraße 27 in Höhe der Autobahnabfahrt 8ad Herrfeld zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Straßenwärter (38) der Straßenmeisterei Eschwege war damit beschäftigt, die Fahrbahndecke im Kurvenbereich auszubessern. Eine Autofahrerin (69) befuhr die Strecke und übersah dabei den Kollegen im abgesicherten Fahrbahnbereich und schleuderte ihn mehrere Meter weit. Er wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Kassel geflogen werden. Die Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen.

 

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Wieder Unfall an Baustelle: Drei Menschen sterben

von Thomas Wunder

Die Szenerie erinnert an jenen Unfall im Mai 2008. Damals hatte der Lastwagen eines übermüdeten Fahrers auf der A 96 zwischen Schöf-felding und Windach die Absicherung einer Baustelle durchbrochen und zwei Arbeiter erfasst, die noch an er Unfallstelle ihren Verletzungen erlagen.

Am 10. September 2009 ereignete sich ein ähnlicher Unfall nur wenige hundert Meter entfernt in der Gegenrichtung. Zwei Menschen kamen ums Leben, drei Personen wurden zum Teil schwerverletzt. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Lindau für Stunden gesperrt, auf der Umleitung staute sich der Verkehr mehrere Kilometer lang.

Wie es zu dem tragischen Unglück kam, scheint nach ersten Ermittlungen der Polizei klar. Demnach wollte der Fahrer des Transporters bei Schöffelding, unmittelbar nach der kleinen Brücke für landwirtschaftliche Fahrzeuge, von der

linken auf die rechte Spur wechseln. Dabei irritierte ihn offenbar das Sicherungsfahrzeug mit Anhänger der Autobahnmeisterei Inning, das auf dem rechten Standstreifen stand und Arbeiten an der Böschung der Autobahn absichern sollte. Da der Fahrer das Auto wohl ruckhaft wieder nach links lenkte, kam der Wagen ins Schleudern und fuhr die Böschung hinauf. Von dort krachte der Transportergegen das Sicherungsfahrzeug und erfasste zwei dahinter arbeitende Männer. Der Pkw überschlug sich dabei und kam an der Mittelschutzplanke zum Stillstand.

Ein 49 Jahre alter Kollege der Autobahnmeisterei starb noch an der Unfallstelle, der Beschäftigte einer Firma wurde mit schweren Verletzungen in ein nahe gelegenes Klinikum geflogen und verstarb später. Der Transporter war laut Polizei mit drei Personen besetzt - einer Mutter und ihren beiden Söhnen. Die 76-Jährige wurde beim Unfall getötet, die beiden vorne im Wagen sitzenden Männer erlitten schwere Verletzungen und wurden ebenfalls in Krankenhäuser geflogen.

An der Unfallstelle war ein Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Dießen, Eresing, Greifenberg, Schwabhausen und Windach auch Mitglieder des Kriseninterventionsteams und der Notfallseelsorge. Mehrere Notärzte und fünf Rettungswagen vom Rotem Kreuz Maltesern kümmerten sich um die Verletzten. Drei Rettungshubschrauber und ein Hubschrauber der Polizei waren am Unfallort: südlich von Schöffelding.

Bei dem vergleichbaren Unfall im Mai 2008 war ein Lkw beinahe frontal gegen den Sicherungsanhänger einer Baufirma aus Ouisburg geprallt. Der Lastwagen geriet ins Schleudern und auf eine leicht an steigende Böschung, Danach erfasste er zwei im Grünstreifen stehende Arbeiter - zwei Männer im Alter von 41 und 54 Jahren aus dem Raum Duisburg. Der 45 Jahre alte Fahrer des Lastwagens wurde im stark zerstörten Führerhaus eingeklemmt. Er zog sich leichte Verletzungen zu.

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Ausgabe 10.10

Gefahrguttransporter fährt ungebremst auf Absperrtafel

von Dirk Kuckhoff

Am 7. September 2010 waren Kollegen der Autobahnmeisterei Düren auf der A 44 in Fahrtrichtung Belgien mit Absicherungsarbeiten an einer Unfallstelle beschäftigt. Ein Kollege befand sich mit dem LKW und der Absperrtafel auf dem ersten Fahrstreifen, um dort einen reparierten Fahrbahnschaden abzusichern. Gegen Mitternacht fuhr ein Gefahrgutsattelzug beladen mit Flüssiggas aus Unachtsamkeit auf das Absicherungsfahrzeug auf. Ein Kollege befand sich während des Aufpralls im LKW, erlitt zahlreiche Prellungen

und eine Gehirnerschütterung. Nach ambulanter Behandlung konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Kurz vor dem Unfallereignis befand sich der verletzte Kollege noch unmittelbar zwischen LKW und Absperrtafel, um dort Leitkegel einzusammeln. Einen Tag später sagte er: „Einige Sekunden früher und ich wäre tot gewesen." Das Unfallereignis hat ihn so mitgenommen, dass psychologische Betreuung nötig war. Es entstand ein Sachschaden von circa 300 000 Euro. Die Unfallstelle blieb bis in die Morgenstunden voll gesperrt.

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Ausgabe 11.01.02

LKW fährt ungebremst auf Absperrtafel

von Alois Völkl

Am 21. Oktober 2010 kam es auf der A 3 Richtung Regensburg in einer Nachtbaustelle zu einem Auffahrunfall. Der LKW der AM Neumarkt war vor der Baustelle auf der rechten Fahrspur als Sicherheitsfahrzeug abgestellt. Vermutlich aus Unachtsamkeit nahm der Fahrer eines Sattelzuges die angekündigte Baustelle nicht wahr und fuhr ungebremst auf das Sicherungsfahrzeug der AM auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sicherungshänger auf den LKW und danach das gesamte

Gespann auf den davor stehenden Service-LKW geschoben. Zwei Kollegen, die sich im Fahrzeug aufhielten, wurden leicht verletzt. Im Motorraum des Unfall-LKW entzündete sich ein Feuer, das durch die schnelle Hilfe der Kollegen der AM Neumarkt bis zum Eintreffen der Feuerwehr bekämpft wurde. Der Fahrer des LKW konnte verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden. Die BAB war bis in den frühen Morgen gesperrt.

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