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Ausgabe 07.02
Kollege tödlich verunglückt
Erst Ende Juni 2006 ist auf der A14 zwischen Halle-Torgau und Halle-Peißen ein Mitarbeiter einer privaten Baufirma von einem LKW erfasst und tödlich verletzt worden. In den vergangenen Jahren seien an den Autobahnen in Sachsen-Anhalt etwa 50 Schilderwagen beschädigt oder zerstört worden, teilte kürzlich Christoph Krelle, Fachgruppenleiter in der Straßenverwaltung Sachsen-Anhalt mit. Neben Raserei nannte er als zunehmende Unfallursuche, die Überforderung der Fahrer. Herr Krelle teilte weiter mit, dass an Baustellen elektronische Warnsysteme eingesetzt werden, die ein Warnsignal geben, wenn ein Fahrzeug Markierungen überquert. Auf der A 9 bei Weißenfels sei diese neuartige „Andreas-Schwelle" angebracht worden, die LKW-Fahrer wachrütteln soll, wenn sie über die Leitlinien fahren. Unserem Kollegen aus der Autobahnmeisterei Halle-Peißen hat das nicht mehr geholfen. Er wurde auf der A14 am 24. November 2006 von einem Kleintransporter erfasst und tödlich verletzt. Es bleibt zu hoffen, dass die jetzt in der Erprobung befindlichen elektronischen Warngeräte bald wirksam die Gefahr bei der Arbeit im Verkehrsraum reduzieren und die Zahl der tragischen Unfälle zurückgeführt wird.
Auffahrunfall auf A 9
von Rudolf Lehmann
Am 18. Januar 2007 wütete der Sturm Kyrill über Deutschland. Die AM Münchberg war ab 20 Uhr auf der BAB A 9 im Dauereinsatz. Nahe der AS Berg in Fahrtrichtung Nürnberg stürzten viele Bäume auf die Autobahn. Die Polizei sicherte vorläufig ab und rief die AM Münchberg zur Verstärkung. Gegen 22 Uhr übernahmen Kollegen die Absicherung mit Warnleitanhänger. Als die Absicherung ca. zehn Minuten stand, fuhr ein italienischer Sattelzug ungebremst auf den Warnleitanhänger auf und schob diesen ca. 80 m vor sich her bis er zum Stehen kam. Bemerkenswert ist, dass der italienische Fahrer zuvor im Autohof Berg eine Stunde Pause gemacht hatte und dann, nachdem er auf die Autobahn aufgefahren war, nach ca. einem Kilometer den Unfall verursachte. Er wurde mittelschwer verletzt und im Fahrerhaus eingeklemmt. Er musste von den Feuerwehren Berg und Selbitz aus dem Fahrzeug befreit werden. Zur Bergung des Verletzten und der Fahrzeuge war die BAB A 9 bis 4 Uhr gesperrt. Der Fahrer des Meistereifahrzeuges befand sich nicht am Fahrzeug und kam nicht zu Schaden. Nicht auszudenken wäre es, wenn der Sattelzug auf das Polizeifahrzeug, das sich noch kurz zuvor an der Unfallstelle zur Absicherung befand, aufgefahren wäre. Der Personenschaden wäre ungleich höher gewesen.
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