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Ausgabe 06/12

Schulbusunfall auf eisglatter Strasse

Zu einem schweren Schulbusunfall auf der Landstrasse 530 am Ortseingang von Herzberg kam es am 3. November 2006 auf eisglatter Strasse. Der Schulbus stiess mit einem entgegenkommenden Holztransporter seitlich zusammen. Eines der Fahrzeuge war ins Schleudern geraten. In dem Schulbus befanden sich Schüler zwischen zehn und 18 Jahren. Acht Schwerverletzte und 16 Leichtverletzte waren zu beklagen. Es setzte sofort eine fieberhafte Untersuchung des Unfallgeschehens ein. Während der zuständige Landrat die Ursachen in einem unzureichenden Winterdienst einer Privatfirma sah, bestritt

das zuständige Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr diese Auffassung. Es kam zu hektischen Untersuchungen in der Straßenveraltung. Ein Mitglied des VDStra. wurde in die Kette der Verantwortlichen einbezogen und musste sich zu seiner dienstlichen Tätigkeit äußern. Der VDStra. gewährte umfassenden Rechtsschutz. Nach Redaktionsschluss der Mitgliederzeitschrift stand fest, dass die für den Winterdiensteinsatz geforderten Fahrzeuge von der privaten Firma nicht vollzählig zum Einsatz kamen. Der Verdacht, dass der Unfall sich ereignet hat, weil der Winterdienst unzureichend war, liegt nahe.

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Vollbeladener Silotransporter rast in Baustelle

von Dirk Kuckhoff

Am 10. November 2006 waren die Kollegen der Autobahnmeisterei Düren auf der A 44 mit Gehölzrückschnitt im Mittelstreifen beschäftigt. Die Wanderbaustelle war ordnungsgemäss abgesichert, trotzdem der Fahrer des Silotransporters, der mit Granitstaub voll beladen war, aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und mit der Beifahrerseite den ersten LKW mit Vorwarntafel rammte. Durch den Aufprall riss der Vollbeladene Siloanhänger von der Zugmaschine ab, kippte um und blockierte zwei Fahrspuren.

Der angeschnallte Kollege, der sich zur Zeit des Aufpralls im Fahrzeug befand, erlitt einen schweren Schock, ein Schleudertrauma sowie zahlreiche Prellungen. Er wurde mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Silotransporters kam mit schweren Kopfverletzungen in das Klinikum Aachen. Die A 44 blieb wegen Bergungsarbeiten 15 Stunden gesperrt. Wieder einmal wurde den Straßenwärtern klar, wie gefährlich die Arbeit im Verkehrsraum ist. Erstaunlich ist erneut wie die Presse mit dem Berufsbild Straßenwärter umgeht. In Zeitungsberichten wurde die Arbeit nicht einmal erwähnt. Statt dessen hiess es nur: „Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle“           Bild 2

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Ausgabe 07/01

Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 7

von Rainer Jachan

Am 6. November 2006 ereignete sich auf der Autobahn 7 in Fahrtrichtung Kassel zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Göttingen-Nord ein schwerer Verkehrsunfall. Eine Kolonne der Autobahnmeisterei Göttingen war mit der Reinigung der Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen beschäftigt. Der Überholfahrstreifen war gesperrt, der Verkehr wurde über Hauptfahr- und Standstreifen geleitet. Die Arbeitsstelle war nach Feststellungen der Polizei ordnungsgemäss abgesichert. Gegen 9.15 Uhr befuhr ein Lancia mit hoher Geschwindigkeit den Überholfahrstreifen. Aus bisher ungeklärter Ursache übersah der Fahrer das Sicherungsfahrzeug der AM (Lkw mit fahrbarer Absperrtafel). Beim Versuch auszuweichen, prallte der Lancia gegen die Absperrtafel und schleuderte dann gegen einen auf dem Hauptfahrstreifen fahrenden anderen Pkw. Ein weiterer Pkw fuhr in die Unfallstelle, ein Pkw wurde durch herumfliegende Teile beschädigt. Der Lancia-Fahrer wurde schwer verletzt im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Zwei weitere Personen wurden

ebenfalls zum Teil schwer verletzt. Sie wurden mit dem Rettungshubschrauber und mehreren Rettungswagen in Göttinger Krankenhäuser gebracht. Ein Kollege, der sich zum Unfallzeitpunkt im Sicherungsfahrzeug aufhielt, kam mit dem Schrecken davon. Die A 7 musste für die Bergungsund Aufräumarbeiten, an denen auch mehrere Fahrzeuge und Mitarbeiter der AM Göttingen beteiligt waren, für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Ausgabe 07.02

Kollege tödlich verunglückt

Erst Ende Juni 2006 ist auf der A14 zwischen Halle-Torgau und Halle-Peißen ein Mitarbeiter einer privaten Baufirma von einem LKW erfasst und tödlich verletzt worden. In den vergangenen Jahren seien an den Autobahnen in Sachsen-Anhalt etwa 50 Schilderwagen beschädigt oder zerstört worden, teilte kürzlich Christoph Krelle, Fachgruppenleiter in der Straßenverwaltung Sachsen-Anhalt mit. Neben Raserei nannte er als zunehmende Unfallursuche, die Überforderung der Fahrer. Herr Krelle teilte weiter mit, dass an Baustellen elektronische Warnsysteme eingesetzt werden, die ein Warnsignal geben, wenn ein Fahrzeug Markierungen überquert. Auf der A 9 bei Weißenfels sei diese neuartige „Andreas-Schwelle" angebracht worden, die LKW-Fahrer wachrütteln soll, wenn sie über die Leitlinien fahren. Unserem Kollegen aus der Autobahnmeisterei Halle-Peißen hat das nicht mehr geholfen. Er wurde auf der A14 am 24. November 2006 von einem Kleintransporter erfasst und tödlich verletzt. Es bleibt zu hoffen, dass die jetzt in der Erprobung befindlichen elektronischen Warngeräte bald wirksam die Gefahr bei der Arbeit im Verkehrsraum reduzieren und die Zahl der tragischen Unfälle zurückgeführt wird.

 

Auffahrunfall auf A 9

von Rudolf Lehmann

Am 18. Januar 2007 wütete der Sturm Kyrill über Deutschland. Die AM Münchberg war ab 20 Uhr auf der BAB A 9 im Dauereinsatz. Nahe der AS Berg in Fahrtrichtung Nürnberg stürzten viele Bäume auf die Autobahn. Die Polizei sicherte vorläufig ab und rief die AM Münchberg zur Verstärkung. Gegen 22 Uhr übernahmen Kollegen die Absicherung mit Warnleitanhänger. Als die Absicherung ca. zehn Minuten stand, fuhr ein italienischer Sattelzug ungebremst auf den Warnleitanhänger auf und schob diesen ca. 80 m vor sich her bis er zum Stehen kam. Bemerkenswert ist, dass der italienische Fahrer zuvor im Autohof Berg eine Stunde Pause gemacht hatte und dann, nachdem er auf die Autobahn aufgefahren war, nach ca. einem Kilometer den Unfall verursachte. Er wurde mittelschwer verletzt und im Fahrerhaus eingeklemmt. Er musste von den Feuerwehren Berg und Selbitz aus dem Fahrzeug befreit werden. Zur Bergung des Verletzten und der Fahrzeuge war die BAB A 9 bis 4 Uhr gesperrt. Der Fahrer des Meistereifahrzeuges befand sich nicht am Fahrzeug und kam nicht zu Schaden. Nicht auszudenken wäre es, wenn der Sattelzug auf das Polizeifahrzeug, das sich noch kurz zuvor an der Unfallstelle zur Absicherung befand, aufgefahren wäre. Der Personenschaden wäre ungleich höher gewesen.

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Ausgabe 07/03

Unfall mit AM-Fahrzeug

von Sven Sieger

Am 8. Januar 2007 waren Beschäftigte der Autobahnmeisterei Kirchheim/Teck auf der A 8 im Mittelstreifen damit beschäftigt, Schutzplankenschäden aufzunehmen. Kurz nach der Anschlussstelle Kirchheim Ost in Fahrtrichtung München, lenkte ein Beschäftigter, der den Vor-warnanhänger fuhr, auf den Standstreifen und wollte den Vorwarner aktivieren. Ein Kollege, der sich beim Unfallhergang noch im

Fahrerhaus befand, wollte sich gerade abschnallen, als er im Spiegel schon den herannahenden Lkw auf der Standspur kommen sah. Der Fahrer hielt sich mit beiden Händen am Lenkrad fest. In diesem Augenblick bemerkte er auch schon den Aufprall. Der Lkw, welcher mit mobilen Baucontainern beladen war, rammte mit seiner rechten Seite den Lkw der AM. Durch den Aufprall riss der beladene Lkw das AM-Fahrzeug von hinten bis vorne auf. Ebenfalls beschädigt wurde auch der Aufsatzstreuer, der sich auf dem Lkw befand. Hierbei wurde der Laugetank, welcher mit ca. 20001 Lauge gefüllt war, beschädigt, wobei die Lauge auslief. Lkw und Streuer waren Totalschaden. Der Straßenwärter der AM erlitt durch den Aufprall einen Schock sowie starke Prellungen im Halsbereich. Der Unfallverursacher kam mit dem Schrecken davon. Die A 8 war bis zur Bergung der Fahrzeuge rund fünf Stunden nur einspurig befahrbar.

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