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Lastwagen schwer verletzt, als ein Lastwagen gegen 2.20 Uhr ungebremst in die Absperrung raste. Dabei flogen die Batterien der Blinkleuchten wie Geschosse durch die Luft. Ein Arbeiter wurde von einer der Batterien am Kopf getroffen. Die anderen wurden durch Batteriesäure verätzt. Es war nicht der erste schwere Unfall dieser Art auf Stormarns Autobahnen.
„Das Arbeiten auf der Autobahn ist lebensgefährlich“, sagte Gerhard Mönning. Er muss es wissen. Seit 1976 ist der 60-jährige Leiter der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe. Er schickt seine Mitarbeiter täglich los , zum Beispiel um Reparaturen an der Fahrbahn durchzuführen oder die Mittel- und Randstreifen zu pflegen. „Wir tun alles, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter nicht zu gefährden“, so Mönning. Trotzdem komme es immer wieder zu Unfällen. „Am gefährlichsten ist es, wenn die Baustellen eingerichtet werden. Dann müssen die Mitarbeiter eine Lücke im Verkehr abwarten und über die Fahrbahn laufen“, erklärt Monning. Dabei komme es häufig zu brenzligen Situationen. Mönning: „In manchen Situationen hilft ein Sprung über die Leitplanke, um nicht angefahren zu werden.“
Obwohl seine 27 Mitarbeiter um die Gefahren wissen und deshalb besonders achtsam sind, bleiben auch schwere Unfälle nicht aus. Sieben Straßenwärter der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe wurden in den vergangenen Jahren im Dienst verletzt. Der schwerste Unfall, an den sich Mönning erinnert, geschah Ende der 70er Jahre: „Damals kamen auf der A1 bei Bad Schwartau drei Straßenwärter der Autobahnmeisterei Scharbeutz ums leben.“
Weitere Tote auf der Autobahn zwischen Hamburg und Lübeck gab es unter den Mitarbeitern von Strassenbaufirmen. Mindestens fünf Arbeiter sind in den letzten Jahren tödlich verletzt worden.
Dass manchmal auch die beste Absicherung nicht hilft, zeigte sich erst vor wenigen Wochen bei Pölitz. Dort war ein Lastwagen ungebremst auf ein Absicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei gefahren. Die beiden Straßenwärter konnten sich im letzten Moment mit einem Sprung aus dem Fahrzeug retten. Material gehe ohnehin regelmässig zu Bruch, so Monning: „Jedes Jahr werden ein bis zwei unserer grossen Absicherungsfahrzeuge kaputt gefahren. In den meisten Fällen werden die Warnblinker von Lastwagenfahrern schlicht übersehen.“
Trotz des grossen persönlichen Risikos „arbeiten meine Leute gerne hier“. Sagt Mönning. Es habe noch keiner seiner Straßenwärter seinen Job geschmissen, weil er zu gefährlich ist. Ein Patentrezept, wie Unfälle zu verhindern sind, hat Mönning nicht: „Wir können nur an alle Autofahrer appellieren, in Baustellen besonders vorsichtig zu sein.
(Stormaner Tageblatt)
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