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Ausgabe 04/01

Lkw rast in Autobahnbaustelle Vier Kollegen verletzt

von Dirk Gusick

Bei einem Unfall auf der A1 wurden am 13. November 2003 am frühen Morgen vier Bauarbeiter verletzt. Ein Lastwagen war in die Absperrung der Baustelle gerast. Es war nicht der erste Unfall, bei dem Arbeiter auf der Autobahn zu Schaden kamen. Sie haben einen der gefährlichsten Jobs und wissen es. Die Straßenwärter und Bauarbeiter, die täglich auf den Autobahnen im Einsatz sind. Vier Arbeiter, die eine Baustelle auf der A1 absichern wollten, wurden zum Teil schwer verletzt, als ein   

 Lastwagen schwer verletzt, als ein Lastwagen gegen 2.20 Uhr ungebremst in die Absperrung raste. Dabei flogen die Batterien der Blinkleuchten wie Geschosse durch die Luft. Ein Arbeiter wurde von einer der Batterien am Kopf getroffen. Die anderen wurden durch Batteriesäure verätzt. Es war nicht der erste schwere Unfall dieser Art auf Stormarns Autobahnen.

„Das Arbeiten auf der Autobahn ist lebensgefährlich“, sagte Gerhard Mönning. Er muss es wissen. Seit 1976 ist der 60-jährige Leiter der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe. Er schickt seine Mitarbeiter täglich los , zum Beispiel um Reparaturen an der Fahrbahn durchzuführen oder die Mittel- und Randstreifen zu pflegen. „Wir tun alles, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter nicht zu gefährden“, so Mönning. Trotzdem komme es immer wieder zu Unfällen. „Am gefährlichsten ist es, wenn die Baustellen eingerichtet werden. Dann müssen die Mitarbeiter eine Lücke im Verkehr abwarten und über die Fahrbahn laufen“, erklärt Monning. Dabei komme es häufig zu brenzligen Situationen. Mönning: „In manchen Situationen hilft ein Sprung über die Leitplanke, um nicht angefahren zu werden.“

Obwohl seine 27 Mitarbeiter um die Gefahren wissen und deshalb besonders achtsam sind, bleiben auch schwere Unfälle nicht aus. Sieben Straßenwärter der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe wurden in den vergangenen Jahren im Dienst verletzt. Der schwerste Unfall, an den sich Mönning erinnert, geschah Ende der 70er Jahre: „Damals kamen auf der A1 bei Bad Schwartau drei Straßenwärter der Autobahnmeisterei Scharbeutz ums leben.“

Weitere Tote auf der Autobahn zwischen Hamburg und Lübeck gab es unter den Mitarbeitern von Strassenbaufirmen. Mindestens fünf Arbeiter sind in den letzten Jahren tödlich verletzt worden.

Dass manchmal auch die beste Absicherung nicht hilft, zeigte sich erst vor wenigen Wochen bei Pölitz. Dort war ein Lastwagen ungebremst auf ein Absicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei gefahren. Die beiden Straßenwärter konnten sich im letzten Moment mit einem Sprung aus dem Fahrzeug retten. Material gehe ohnehin regelmässig zu Bruch, so Monning: „Jedes Jahr werden ein bis zwei unserer grossen Absicherungsfahrzeuge kaputt gefahren. In den meisten Fällen werden die Warnblinker von Lastwagenfahrern schlicht übersehen.“

Trotz des grossen persönlichen Risikos „arbeiten meine Leute gerne hier“. Sagt Mönning. Es habe noch keiner seiner Straßenwärter seinen Job geschmissen, weil er zu gefährlich ist. Ein Patentrezept, wie Unfälle zu verhindern sind, hat Mönning nicht: „Wir können nur an alle Autofahrer appellieren, in Baustellen besonders vorsichtig zu sein.

(Stormaner Tageblatt)

 

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Ausgabe 04/02

Auffahrunfall auf der A14

Am 25. November 2003 kam es durch einen LKW zu einem Auffahrunfall. Ein Fahrzeug der ASM Plözkau wurde dabei stark beschädigt. Zum Glück befand sich der Fahrer des Meistereifahrzeuges nicht im Führerhaus.

 

 

Ausgabe 04/03

40Tonner rammte Streuwagen

Am 29. Januar 2004 kam es auf der A24 bei Talkau zu einem schweren Unfall. Ein LKW rammte das Streufahrzeug eines Strassenbetriebsmitarbeiters. Ein weiteres Fahrzeug raste in die Unfallstelle. Der Kollege der AM Oldesloe wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Die Bergung dauerte zwei Stunden Bild 1

 

Unfall auf der B16

Am 24. Februar 2004 kam es in den frühen Morgenstunden auf der B16 zu einem Unfall unter Beteiligung eines Winterdienstfahrzeuges der SM Marktoberdorf. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit prallte ein PKW bei einem Überholmanöver frontal in den Schneepflug. Durch die Wucht des Aufpralls wurden Winterdienstfahrzeug und PKW von der Fahrbahn geschoben. Auch zu diesem Unfall kam es, weil ein Verkehrsteilnehmer die Gefahr auf winterlichen Strassen falsch eingeschätzt hatte. Bild 2

 

Ausgabe 04/04

Beim Winterdienst verunglückt

Zu einem Zusammenstoss kam es am 9. Februar 2004 auf der L128 zwischen Bad Schmiedeberg und Söllichau, als ein Schulbus mit dem Winterdienstfahrzeug der Strassenmeisterei Wittenberg auf eis glatter Fahrbahn zusammenstiess. Rettungsdienste und Notärzte mussten eingesetzt werden. Der Fahrer des Winterdienstfahrzeuges musste mit dem Hubschrauber in eine nahe Klinik geflogen werden.                             Bild 1

Auffahrunfall durch Unachtsamkeit

Am 11. August 2003 kam es auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Weißenfels und Normburg zu einem Unfall mit erheblichem Personen- und Sachschäden. Ein LKW raste ungebremst in die Absperrtafel der AM Weißenfels. Die Baustelle war zur Güterüberwachung von Markierungsmaterial ordnungsgemäss abgesichert. Bei dem Aufprall wurde das Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei 50 Meter weit in die Schutzplanke hineingedrückt. Der Fahrer des Lkw´s wurde im Fahrzeug eingeklemmt, und schwer verletzt und musste durch die Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden. Ein Kollege der Autobahnmeisterei hatte gerade das Fahrzeug verlassen. Er konnte sich noch durch einen Sprung über die Schutzplanke in Sicherheit bringen. Bild 2

Ausgabe 04/06

Wieder tödlicher Unfall

Am Vormittag des 28.04.2004 kam es auf der A3 in Fahrtrichtung Köln kurz vor dem Frankfurter Kreuz wieder zu einem tödlichen Unfall. Ein 22jähriger Kollege aus der Autobahnmeisterei Rüsselsheim war mit dem Meistereifahrzeug bei Unterhaltungsarbeiten eingesetzt. Er wollte einen liegengebliebenen Lkw absichern. Durch nicht angepasste Geschwindigkeit rammte der Fahrer eines Pkw den Heckbereich des Meistereifahrzeuges. Unser Kollege stand in der Nähe des Fahrzeuges und wurde von dem Pkw erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert, wobei er sich schwerste Verletzungen, denen er erlag, zuzog.

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Ausgabe 04/07

Schwerer Unfall auf der A7

von Werner Hassel

Am 5. April stand ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei  Neusitz mit seinem Lkw mit Warnleitanhänger auf dem Standstreifen. Er hatte an einer Notrufsäule Wartungsarbeiten durchgeführt und war gerade wieder eingestiegen, um weiterzufahren.

Es näherte sich ein Containerlastzug der aus unbekannten Gründen nach den Zeugenaussagen bereits einige 100m vor  dem AM-Gespann

auf der Standspur fuhr. Er fuhr mit voller Geschwindigkeit auf den AM-Lkw auf und katapultierte diesen unmittelbar vor einer Großbrücke nach rechts eine steile Böschung hinab. Dieser kam nach 15m auf der Seite liegend in einer Wasserrinne zum Stillstand. Die Schutzplanke wurde dabei nach aussen gedrückt und teilweise aus der Verankerung gerissen. Die Zugmaschine des auffahrenden Fahrzeuges stürzte auf der Fahrbahn um. Die Fahrerkabine wurde von der zum Glück leeren Containermulde abgerissen und fiel völlig zerstört auf die Fahrbahn. Ein nachfolgender Pkw, der im Begriff zum Überholen war, prallte in den Container und dann noch in die Mittelschutzplanke.

Die A7 musste für die sich schwierig gestaltenden Bergungsarbeiten über mehrere Stunden total gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Grosses Glück im Unglück hatten dabei beide Fahrzeugführer.

Der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Neusitz erlitt mittelschwere, der Unfall verursachende Lkw-Fahrer leichte Verletzungen. Der Schaden am Fahrzeug der Meisterei beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 65000 Euro. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.     

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Ausgabe 04/10

Tödlicher Unfall

Am 3. August 2004 wurde auf der A6 in der Nähe des Kreuzes Neunkirchen ein 33- jähriger Kollege der Autobahnmeisterei Rohrbach auf der Standspur von einem LKW erfasst und tödlich verletzt. Der Kollege der Autobahnmeisterei wollte auf dem Standstreifen in sein Fahrzeug einsteigen, als ein vorbeifahrender LKW auf ihn zufuhr und ihn an seinem Fahrzeug erfasste. Die im Arbeitsbereich anwesenden Kollegen, die den schrecklichen Unfall miterleben mussten, waren geschockt. Der Direktor des Landesbetriebes erhob die Forderung, dass die Autofahrermehr Verständnis für Arbeiten im Verkehrsraum aufbringen müssen. „ Augen auf, Fuss vom Gas, Fahrspur einhalten und nicht ausschwenken“ war der Appell von Hanke an die Lkw-Fahrer.

Der Verband Deutscher Strassenwärter bemüht sich seit Jahren darum, in einer bundesweiten Aufklärungsaktion in diesem Sinne ein stärkeres Bewusstsein für die Arbeit der Beschäftigten des Strassenbetriebsdienstes unter den Verkehrsteilnehmern zu verbreiten. Zahlreiche Vorschläge wurden in dieser Hinsicht unterbreitet. Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe wurde speziell auf dieses Thema bei seinem Besuch in der Bundesgeschäftsstelle des VDStra. in Köln am 26. Juni 2003 hingewiesen. Er hat versprochen, sich um dieses wichtige Thema zu kümmern. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Aussage bald auch Taten folgen. In dieser Angelegenheit ist insbesondere der Deutsche Verkehrssicherheitsrat gefordert. Die Verantwortlichen dort kennen die Vorstellung des Verbandes Deutscher Strassenwärter seit mehr als zehn Jahren.

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