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Ausgabe 99/01

Glück gehabt

von Ulrich Hainbuch

Anfang Juli kam es auf der A1 zwischen Leverkusen und Burscheid zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem auch ein Lkw der AM-Remscheid beteiligt war. Kollegen der Autobahnmeisterei sicherten mehrere Stunden die Bergung eines Gefahrguttransporters ab, der  die Schutzplanken durchbrochen hatte und eine nahe Böschung hinunterstürzte. Der Absicherungs- Lkw mit Absperrtafel war auch ordnungsgemäss eingesetzt. Obwohl die A1 an dieser Stelle eine 8prozentige Steigung aufweist, fuhr ein Getränketransport mit Anhänger ungebremst mit hoher Geschwindigkeit in den auf der Standspur

befindlichen Lkw der Meisterei. Dieser wurde unter der Wucht des Aufpralls durch die Schutzplanken eine etwa 15m tiefe Böschung hinuntergestossen. Die Kollegen der Meisterei waren mit der Bergung des Gefahrguttransporters beschäftigt und blieben dadurch unverletzt. Übereinstimmend stellten alle Beobachter dieses Geschehens fest, das es in dem Meistereifahrzeug keine Überlebenden gegeben hätte, wenn sich dort Kollegen aufgehalten hätten.

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Ausgabe 99/02

Freitag der Dreizehnte

von Hans - Joachim Geerdts

Der Freitag begann um 7:30 Uhr ab Autobahngehöft in Schleswig-Holstein. Ich als Kraftfahrer und Autor dieses Beitrages und der Straßenwärter Florian Wulff fuhren mit dem Lkw und Warnleitanhänger mit einer Hamburger Firma zum Rohrzetzspülen auf die Autobahn im Bereich Hamberge. Kurz zuvor einen kurzen Blick in die Zentrale, wo alle Notrufsäulen von der A1, A24, A266 sowie demnächst auch die A21 auflaufen. Der langjährige Telefonist Hans Hamdorf meinte noch: „Es ist heute der Dreizehnte Jochen“, Ich sagte lächelnd zurück: „Jawohl Hans, ich halte die Stosstange sauber!“ Mir diesen Worten verabschiedete sich das Team der Meisterei und fuhr auf die Strecke. Spülungen sollten im Bereich Rifa - Hamburg vorgenommen werden. Fahrer und Beifahrer des Spezialfahrzeuges zeigten noch Stolz ihr Millionenteures Fahrzeug das natürlich mit allen technischen Raffinessen ausgerüstet war. Nachdem die Wassertanks des  Spülfahrzeuges leer waren, fuhr das Spezialfahrzeug von der ordnungsgemäss gesperrten Standspur ab, um wieder Wasser aufzunehmen. Die Besatzung sass im Fahrzeug und wartete auf das erneute eintreffen des Spülfahrzeuges. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein spanischer Sattelzug. Der spanische Lkw fuhr mit voller Geschwindigkeit seitlich auf das Meistereifahrzeug mit Sicherungsanhänger. Der Fahrer des Unfallwagens war offenbar

eingenickt. Ich als Kraftfahrer, der mit Florian Wulff im Meisterei-Lkw sass, spürten einen ohrenbetäubenden und scheppernden Schlag und das sich das Fahrzug mit mässiger Geschwindigkeit von Geisterhand bewegte. Teile flogen durch die Luft. Ich stemmte mich mit voller Kraft auf die Bremse, trotz angezogener Hand-Speicherbremse wurde das Fahrzeug ca. 20 Meter in den Graben geschubst. Ich sagte dann noch: „So Florian, das war´s.“ Nach dem Aufprall blickte ich zum Lkw des Spaniers und sah, dass dieser über dem Lenkrad zusammengesunken war. Sofort wurde der Betriebsfunk betätigt. Florian Wulff sprang dann aus dem Lkw. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine Totenstille eingetreten, doch dann kamen schon Helfer. Florian sicherte sofort an der Unfallstelle die Fahrbahn ab. Da keine Verbindung zur Zentrale über Funk zustande kam, lief ich zur Notrufsäule, die ca. 20 Meter entfernt war. Von dort aus waren zur gleichen Zeit verschiedene Meldungen eingegangen – es gab ein totales Stimmengewirr. Es waren schon Rettungswagen und Feuerwehr bestellt. Sofort rannte ich zum spanischen Lkw und versuchte, dem Fahrer zu helfen, der mittlerweile sehr benommen zu sich kam. Und hilflos um sich blickte. Ich nahm den Fahrer in die Arme, dieser sagte nur wiederholt „Mamma - mia!“ Dann setzten wir den Leichtverletzten Fahrer in das Fahrzeug der Rohrnetzspüler, die das folgende Trümmerfeld vor sich fanden. Man vermutete im Trümmerfeld das Schlimmste, doch die Freude bei allen war sehr gross, dass man „nur“ ein paar Blessuren abbekommen hatte. Nach ca. 20 Minuten traf ein Rettungswagen ein und nahm den Spanier mit zur örtlichen Ambulanz. Zwischenzeitlich war auch die Berufsfeuerwehr aus Lübeck eingetroffen. Nachdem die Feuerwehr Ölbinder aufgetragen hatte, begannen die Aufräumarbeiten, die bis in die Nachmittagsstunden andauerten. Alles in allem war dieser Dreizehnte ein Glückstag für die beteiligten Personen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser persönliche Bericht des Kollegen Geerdts zeiget erneut, wie gefährlich die Arbeit im Verkehrsraum ist.

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Ausgabe 99/04

 

Am 13. Januar 1999 wurde ein Kolonnenfahrzeug der SM - Wolfhagen in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt. Durch einen entgegenkommenden Pkw und nicht angepasster Geschwindigkeit der Fahrzeugführerin kam es zu einem Frontalzusammenstoss mit einem Kolonnenfahrzeug. Alle Beteiligten des Unfalls waren angeschnallt, auch die im Fond des Kolonnenfahrzeuges sitzenden Kollegen. Die Unfallverursacherin wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Rettungsdienst aus dem zertrümmerten Fahrzeug befreit werden. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Alle Insassen des

Kolonnenfahrzeuges wurden zur Untersuchung in das Krankenhaus eingeliefert. Der Beifahrer blieb zwei Tage zur Beobachtung dort. Die Gurte hinterliessen deutliche Spuren bei allen Fahrzeuginsassen. Sie sind Beleg für die Aufprallwucht. Weil alle Angeschnallt waren kam es nicht zu grösseren Körperverletzungen. Bild 1

 

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Die Kollegen der Strassenmeisterei Achern hatten am 25. Februar 1999 Glück im Unglück, als sie mit ihrem Streufahrzeug auf der Landstrasse 87 von Achern in Richtung Freistett unterwegs waren. Im Gegenverkehr überholte ein Fahrzeug und zwang dadurch das Meistereifahrzeug rechts auf den Grünstreifen auszuweichen. Dort überschlug sich das Fahrzeug und blieb auf dem Dach im Graben liegen. Ein hinterherfahrender Sattelzug musste ebenfalls ausweichen, schleuderte und lag schließlich auf den verunglückten Streuwagen. Wie sich später herausstellte, fuhr die Unfallverursacherin weiter. Sie wurde von der Polizei ermittelt, vernommen und nach Hinterlegung einer Kaution freigelassen. Die Unfallverursacherin hatte bereits ihr Fahrzeug in Reparatur gegeben. Ein Kollege wurde bei diesem Unfall verletzt. An dem Meistereifahrzeug und an dem Lkw entstand ein grosser Sachschaden. Bild 2

 

Ein schwerer Unfall ereignete sich am 2. März 1999 auf der B5 zwischen den Abfahrten St. Margarten und Landscheide. Kollegen der SM - Itzehoe hatten ein ca. 700m langes Stück der B5 ordnungsgemäss abgesichert. Sie waren damit beschäftigt, gegen die Fahrtrichtung mit dem Unimog das Lichraumprofil wieder herzustellen. Auf der B5 herrschte reger Verkehr. Ein Lkw-Fahrer übersah vermutlich die Arbeitsstelle und fuhr ungebremst auf den Unimog der SM auf, schob ihn vor sich her und schleuderte ihn dann in die Schutzplanke. Weiterhin rammte er das Mannschaftsfahrzeug der SM und durchbrach schließlich die Schutzplanke und beendete die Fahrt im Seitenstreifen. Ein Kollege, der im Seitenstreifen arbeitete, wurde von einer ausgefahrenen Astschere getroffen. Er trug schwerste Gesichtsverletzungen und andere Verletzungen davon. Der Kollege im Unimog erlitt Prellungen am ganzen Körper. Die Rettungsdienste zeigten sich verwundert darüber, dass die Kollegen den Unfall lebend überstanden. Zufällig war ein Notarzt in der Nähe der Unfallstelle unterwegs der sofort Hilfe leistete.

 

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Am 9. März 1999 kam es auf der A5 in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem schweren Unfall. Kollegen der SAM Frankfurt waren damit beschäftigt, dass Lichtraumprofil freizuschneiden. Zu diesem Zweck hatten sie die Beschleunigungsspur am Kreuz Bad Homburg teilweise gesperrt, und zwar mittels eines Sperranhängers mit entsprechender Beschilderung. Gegen 10:00 Uhr kam ein Pkw von der Fahrbahn ab und schleuderte vor dem Sperranhänger in die Böschung und befuhr diese 40 bis 50 Meter. Dabei erfasste er einen Kollegen, der damit beschäftigt war, die Grabenmulde freizumähen. Etwa 10 Meter weiter war ein Kollege in der Böschung damit beschäftigt das Mähgut zusammenzuharken. Beide wurden von dem Fahrzeug erfasst, ein Kollege geriet unter das Fahrzeug. Ein Lkw mit Heckladekran wurde eingesetzt, um der Kollegen zu befreien. Die Unfallfolgen waren ganz erheblich. Nach Aussagen des behandelnden Arztes ist es der sofortigen Hilfe der übrigen Kollegen zu verdanken,

 dass die Bergung des Schwerverletzten, der unter das Fahrzeug geraten war, möglich war. Trotz seiner schwersten Verletzungen konnte er lebend in das Krankenhaus eingeliefert werden.                   Bild 3

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Ausgabe 99/05

Unfallbericht

Am 1. März 1999 kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A92. ein Streufahrzeug der Autobahnmeisterei Wörth - Isar befuhr die Autobahn in Richtung München. Die Warnlichter waren eingeschaltet. Der Fahrer eines Fahrzeuges aus der Tschechischen Republik übersah das Streufahrzeug und fuhr mit seinem Silozug auf. Das Streufahrzeug der Meisterei kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen, der Silozug durchbrach die Mittelschutzplanke und kippte auf die Überhohlspur der Gegenfahrbahn. Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt werden. Der Fahrer des Meistereifahrzeuges und der Beifahrer wurden leicht verletzt.

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