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Ausgabe 95/08

Erneut drei Kollegen am Randstreifen getötet

Den Mitgliedern des Bundesvorstandes und zahlreichen Festteilnehmern war der Appell des Bundesvorsitzenden noch in den Ohren, wonach mit Nachdruck an der Verbesserung der Arbeitssicherheit in beweglichen Arbeitsstellen gearbeitet werden muss. In der Festveranstaltung zum 100jährigen Jubiläum hatte Josef Hilgers ausgeführt, dass die Erhöhung der Sicherheit in beweglichen Baustellen zu einem zentralen Problem der Verbandsarbeit gehört. Er fand darin die Unterstützung fast aller übrigen Redner von Bund, Ländern und Verbänden. Die Berichte über die Festveranstaltung waren noch nicht verfasst, als die Nachricht vom Tod der drei Kollegen eintraf, die auf der B20 bei Mäharbeiten am Randstreifen von einem Lkw förmlich überrollt wurden. Nach den bis zum

Redaktionsschluss vorliegenden Unterlagen ist noch nicht überzeugend festgestellt, ob alle Vorkehrungen zur Vermeidung dieses schweren Unfalls getroffen wurden. Der Verband Deutscher Straßenwärter prüft deshalb zurzeit die Frage, ob ein Organisationsversagen vorlag und aus diesem Grunde eine Untersuchung erforderlich ist. Entsprechende Unterlagen, die über die  Ausstattung der Arbeitsgruppe und die für den Einsatz gegebenen Anweisungen Auskunft geben sollen, sind angefordert. Sollte sich herausstellen, dass etwa aus wirtschaftlichen Gründen nicht alle Vorkehrungen getroffen wurden, die zur Sicherung dieser beweglichen Arbeitsstelle erforderlich waren, dann wird der Verband einen Strafantrag wegen fahrlässiger Tötung stellen.Bild1

 

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Unfall im Bereich der AM Hildesheim

von Ingo Scheit

Ein Kolonnenführer befuhr mit seinem Fahrzeug die A60 in Richtung Darmstadt. In Höhe der Anschlussstelle Ingelheim-Ost hielt er teils auf dem unbefestigten Seitenstreifen und der rechten Fahrspur, um von der mittleren Fahrspur eine Schaltafel zu entfernen. Er schaltet die gelben Rundumleuchten, die großen Warnleuchten und die Warnblinkanlage an. In diesem Bereich wurde die Standspur in eine dritte Fahrspur umgewandelt. Nachdem er die Schaltafel entfernt hatte und wieder in sein Fahrzeug einsteigen wollte, wurde dieses hinten links mit voller Wucht von einem Opel Astra erfasst. Das Fahrzeug des Kolonnenführers wurde um die eigene Achse gedreht und erfasste dabei den Mitarbeiter. Dieser wurde über beide Fahrbahnen bis zur Mittelschutzplanke geschleudert. Er zog sich hierbei lebensgefährliche Verletzungen zu. Der Unfallverursacher kam mit leichten Verletzungen davon.      Bild 2            

Ausgabe 95/10

Sprung in die Böschung und schwer Verletzt

Vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit kam am 24. August 1995 zwischen Biedelhausen und Saarburg ein Fahrzeug von der Fahrbahn und erfasste einen Kollegen aus der Strassenmeisterei Saarburg, der schwer verletzt wurde. Ein anderer Kollege wollte sich mit einem Sprung über die Schutzplanke retten, stürzte jedoch vier bis fünf Meter tief eine Böschung hinunter. Hierbei verletzte er sich ebenfalls schwer. Die Freiwillige Feuerwehr Saarburg musste den Verletzten mit der Drehleiter aus der Böschung bergen. Beide Kollegen wurden zur stationären Behandlung in das Kreiskrankenhaus gebracht.

Ausgabe 95/11

Schleudertrauma, Gehirnerschütterung und Platzwunden

Am 13. Juli 1995 kam es auf der A11 bei Weißenfels / Sachsen - Anhalt zu einem schweren Unfall in der Arbeitsstelle im Verkehrsbereich. Zwei Kollegen waren damit beschäftigt, die Standspur mit einem Frontbesen vor der Unimogkehrmaschine zu reinigen. Das Fahrzeug war durch einen Lkw mit Warnleitanhänger abgesichert. Zwei Fahrzeuge einer Lkw-Kolonne nahmen den Warnleitanhänger wahr und benutzten die Überhohlspur. Ein nachfolgender Lkw-Sattelschlepper, dessen Fahrer sein Fahrzeug zu dicht aufgefahren hatte, konnte dem Sicherungsfahrzeug nicht ausweichen. Er fuhr mit einer 25 Tonnen - Ladung fast ungebremst auf das Sicherungsfahrzeug auf und schob dieses ca. 60 Meter vor sich her. Beide Fahrzeuge fuhren auf die Kehrmaschine auf und beschädigten auch diese erheblich.   Beide Kollegen wurden verletzt.

Der Fahrer der Kehrmaschine musste im Krankenhaus Weißenfels mit einem Schleudertrauma, einer schweren Gehirnerschütterung und Platzwunden an Hinterkopf und Stirnbein behandelt werden. Der Beifahrer der Kehrmaschine erlitt Prellungen am Knie. Er konnte nach einer Kontrolluntersuchung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Soweit das bereits beurteilt werden kann, war die Arbeitsstelle ordnungsgemäss abgesichert, der Entfernungsabstand zwischen Arbeitsfahrzeug und Sicherheitsfahrzeug betrug fast 60 Meter.     

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Ausgabe 96/01

Wieder Todesfall in Arbeitsstelle

von Klaus Eckl

Erneut kam es am 27. November 1995 auf der A92 München-Deggendorf zu einem folgenschweren Unfall. Bei Kilometer 80 waren drei Kolonnen der Autobahnmeisterei Wörth a. d. Isar damit beschäftigt Fahrspuren im Bankett zu verfüllen. Die Kollegen befanden sich gegen 14:00 Uhr in Höhe der  Anschlussstelle Wörth in einer Arbeitsstelle, die gemäss RSA abgesichert war. Die drei Straßenwärter hatten zu diesem Zeitpunkt die Arbeiten gerade abgeschlossen. Sie befanden sich erst wenige Sekunden in  ihrem

Fahrzeug, als durch eine Unachtsamkeit des Fahrers eines Lastzuges das stehende Arbeitsfahrzeug der Kollegen gestreift wurde. Durch die Wucht des Aufpralls lösten sich Aufbauteile des Planenanhängers und durchschlugen die Heckscheibe des Meistereifahrzeuges. Dabei wurde ein Kollege am Kopf getroffen, der schwere Verletzungen davontrug. Ein anderer Kollege wurde so schwer verletzt, dass er am 3. Dezember 1995 an den folgen des Unfalls verstarb. Er hinterlässt seine Ehefrau und ein Kind.

Erneut zeigt dieser schwere Unfall wie gefährlich die Arbeit im fliesenden Verkehr ist und welchen Gefahren die Straßenwärter ausgesetzt sind. Dieser erneute Unfall in Bayern muss alle Verantwortlichen nachdenklich stimmen. Erneut kommt ein Kollege in Ausübung seiner Tätigkeit im Straßenunterhaltungsdienst ums Leben.

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Ausgabe 96/02

Pkw raste in Warntafel

von Torsten Lange

Zu einem schweren Unfall kam es am 18. Dezember 1995 auf der A23 in Richtung Nordoe in der nähe der Störbrücke. Der fahre eines Pkw-Kombi raste mit unverminderter Geschwindigkeit auf eine fahrbare Absperrtafel der Autobahnmeisterei Elmshorn. Die Absperrtafel sicherte eine wandernde Baustelle ab. Sie wurde durch die Wucht des

Aufpralls unter ein Sicherheitsfahrzeug geschoben. Die Rettungsdienste fanden ein Knäuel von Blech und Kunststoff vor, als sie zum Unfallort kamen. Auslaufendes Benzin und Öl verteilte sich auf der Fahrbahn und löste den Alarm der Feuerwehr aus. Das Sicherungsfahrzeug war so aufgestellt, dass ein ausreichender Abstand zu den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei bestand. Kollegen wurden nicht verletzt. Der Fahrer des Pkw-Kombi wurde hingegen schwer verletzt. Nach Auffassung der Polizei hat sich der Unfall ereignet weil der Pkw-Fahrer von der Tiefstehenden Wintersonne geblendet war. Bild 1

 

Lkw rammt Winterdienstfahrzeug

von Klaus Eckl

In der Silvesternacht des vergangenen Jahres ereignete sich auf der A3 Regensburg-Passau kurz vor der Anschlussstelle Kirchroth ein schwerer Verkehrsunfall, als ein Sattelzug vermutlich aus Unachtsamkeit des Fahrers, auf ein Winterdienstfahrzeug der Autobahnmeisterei Kirchroth gesteuert wurde. Die Kollegen waren im Winterdiensteinsatz. An dem Winterdienstfahrzeug der Autobahnmeisterei waren vier Rundumleuchten und zwei Springleuchten in Betrieb. Der Sattelschlepper verließ nach dem Aufprall die Fahrspur und fuhr in die Mittelschutzplanke. Er schob das Fahrzeug der Autobahnmeisterei vor sich her und kam auf der Standspur zum Stillstand. Der Fahrer des Sattelzuges musste mit dem Rettungsspreizer geborgen werden und wurde mit den beiden Kollegen in das Krankenhaus Straubing gebracht. Die zwei Kollegen hatten Glück im Unglück, denn der Sattelzug war nicht beladen und der Aufprall ereignete sich in einem günstigen Winkel. Der Schaden an den beiden Fahrzeugen wurde auf 100 000 DM geschätzt. 

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Ausgabe 96/03

Wieder zwei schwere Unfälle

Am 8. Januar 1996 verlor der Fahrer eines mit 38 Tonnen Katzenstreu beladenen Silozuges auf der A31 zwischen Legden und Heek die Gewalt über sein Fahrzeug. Der schleudernde Silozug durchbrach die Schutzplanke und kollidierte mit dem Fahrzeug der Kollegen aus der Autobahnmeisterei Dorsten, die mit Strauchschnitt im Böschungsbereich beschäftigt waren. Landesvorstandsmitglied Hans-Werner Köning konnte sich zusammen mit zwei Kollegen nur durch einen beherzten Sprung in die Böschung retten. Die drei Kollegen wurden leicht verletzt. Silozug und Meistereifahrzeug wurden schwer beschädigt. Bild 1

Zu einem Unfall mit Todesfolge kam es am 14. Januar 1996 an der Kreuzung L81 in Dahlhausen / Rheinland. Auf vereister Fahrbahn geriet der Fahrer eines Personenwagens ins schleudern und prallte in das Streufahrzeug der Strassenmeisterei Wipperfürth. Die Beifahrerin in dem Personenwagen erlag im Krankenhaus ihren Kopfverletzungen. Die Kollegen der Autobahnmeisterei Wipperfürth blieben unverletzt.

Ausgabe 96/04

Lkw rast in Sicherungsfahrzeug

von Klaus Eckl

Ende Februar ereignete sich auf der A3 Regensburg-Passau ein schwerer Verkehrsunfall. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei befanden sich auf der Fahrspur und besserten Fahrbahnschäden aus. Ihr Sicherungsfahrzeug befand sich 50 Meter vor der Baustelle und war weithin sichtbar, als gegen 9:45 Uhr ein Lkw auf das  Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei Kirchroth mit unverminderter Geschwindigkeit auffuhr. Er schleuderte das unbesetzte und mit 6 Tonnen Salz beladene Fahrzeug 45 Meter weit. Der Unglücksfahrer musste schwerverletzt mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die Kollegen der Autobahnmeisterei wurden nicht verletzt. Der Fahrer des Lkw verstarb wenige Stunden nach dem Unfall im Straubinger Krankenhaus. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden in Höhe von 400 000 DM. Die Autobahn war in Richtung Passau für drei Stunden gesperrt.

 

Mit Tempo 210 in den Streuwagen

Auf der A57 waren Kollegen aus der Autobahnmeisterei Rheinberg am Niederrhein am 20. Februar 1996 mit dem Streufahrzeug nachts unterwegs. Aus dem Kreisgebiet war Schnee und Glatteis gemeldet worden. Die vorsorgliche fahrt hatte ein jähes Ende, als an der Anschlussstelle Uedem ein Personenwagen in ungebremster Fahrt in das Fahrzeug der Autobahnmeisterei raste. Der Fahrer des Meistereifahrzeuges wurde leicht, der Beifahrer  schwerverletzt. Der 38jährige Autofahrer der nicht angegurtet war, war auf der Stelle tot. Die Tachonadel des Personenwagens stand bei 210 km/h. Das Streufahrzeug war im Augenblick des Unfalls ordnungsgemäß beleuchtet, das Warnlicht war eingeschaltet.

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