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Ausgabe 94/04

Unfälle ohne Ende

Anfang Februar 1994 verunglückten auf der A6 bei Untermückenheim zwei Kollegen der Autobahnmeisterei Kirchberg als sie damit beschäftigt waren, die Leitpfosten maschinell zu reinigen. Ein mit überhöhter Geschwindigkeit fahrender Lastwagen streifte den Unimog der Autobahnmeisterei und stiess ihn dabei von der Fahrbahn. Zum Glück kamen die Kollegen mit leichten Verletzungen davon. Bild 1

Mitte Februar 1994 ereignete sich ein Unfall mit erheblichen Sachschaden auf der A5 als ein Fahrer eines spanischen Sattelzuges eine Tagesbaustelle auf der rechten Fahrspur zu spät bemerkte. Er raste ungebremst in das Absperrfahrzeug der Autobahnmeisterei Offenburg und stiess es in die Böschung. Der Fahrer des Absperrfahrzeuges wurde verletzt, er musste im Krankenhaus behandelt werden. Auch der Fahrer des spanischen Sattelzuges wurde verletzt. Die Ladung etwa 40t Orangen und Zitronen, rollte über die Fahrbahn. Bild 2

 

 

Ein tragischer Unfall ereignete sich Anfang März auf der Autobahn in Höhe des Luhberges bei Peine. Dabei wurde ein Kollege aus der Autobahnmeisterei Peine tödlich verletzt. Er war zusammen mit weiteren Kollegen damit beschäftigt, dass Gebüsch auf dem Seitenstreifen zu beschneiden. Obwohl die Arbeitsstelle ordnungsgemäß abgesichert war, raste ein Fahrzeug nach einem vorherigen Überholmanöver auf die Standspur und prallte gegen die Schutzplanke. Unser Kollege wurde von dem Fahrzeug erfasst. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der 50jährige Fahrer des Unfallfahrzeuges konnte zur Unfallursache am Unfallort keine angaben machen.

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Ausgabe 94/07

Schwerer Unfall auf der A7

von Albert Behnle

Am 20.04.1994 kam es auf der A7 bei Heidenheim zu einem schweren Unfall mit erheblichem Sachschaden. Der Fahrer eines Sattelzuges bemerkte eine Baustelle auf der rechten Fahrspur bei überhöhter Geschwindigkeit und Übermüdung so spät, dass er ungebremst in das Absperrfahrzeug der Autobahnmeisterei Heidenheim raste. Das Absperrfahrzeug wurde etwa 10m tief in die Böschung hinunter gestossen. Der Fahrer des Absperrfahrzeuges befand sich im Auto und wurde durch glückliche Umstände nur leicht verletzt. Er konnte nach kurzem Krankenhausaufenthalt entlassen werden. Die Ladung des Sattelzuges bestand aus Säuren und Laugen. Sie drang in das Erdreich ein und musste durch einen Spezialeinsatz der Feierwehr beseitigt werden.

Es ist festzustellen, dass auch in diesem Falle wieder Absperrvorrichtungen, die zwar den Vorschriften entsprechend vorgesehen waren nicht ausreichten. Der Unfall hätte voraussichtlich vermieden werden können, wenn durch entsprechende Vorkehrungen die Geschwindigkeit des Sattelzuges reduziert gewesen wäre.

 

Ausgabe 94/08

Hebebühne weggerissen

Zu einem schweren Unfall kam es am 28. Juni 1994, als ein 38 - Tonner mit voller Wucht eine Hebebühne rammte und einen Kollegen aus der Strassenmeisterei Solingen aus dem Korb schleuderte. Unser Kollege war mir Wartungsarbeiten an einer Ampelanlage beschäftigt. Die Polizei vermutet, dass der Lkw-Fahrer die Breite des am rechten Fahrbahnrand stehenden Arbeitsfahrzeuges der Meisterei falsch einschätzte. Unser Kollege wurde mit schwersten Verletzungen am Kopf und Oberkörper, die er sich bei dem Stutz aus der Hebebühne zuzog, in die Uni-Klinik Düsseldorf eingeliefert. Dort verstarb er noch am gleichen Tag.

 

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Lkw rast in Wärterkolonne

Am 4. Juli 1994 kam es auf der A61 bei Alzey wieder zu einem folgenschweren Unfall, bei dem ein Kollege aus der Autobahnmeisterei Gau-Bickelheim, Autobahnamt Montabaur getötet wurde. Ein belgischer Lkw-Fahrer war vermutlich am Lenkrad eingeschlafen. Sein tonnenschweres Fahrzeug fuhr mit ungeminderter Geschwindigkeit auf das Fahrzeug der Autobahnmeisterei auf, stürzte um und fiel von einer Brücke auf einen tiefer gelegenen Wirtschaftsweg. Ein weiterer Kollege aus den Straßenunterhaltungsdienst wurde schwer verletzt. Zahlreiche Hilfskräfte und die Besatzung eines Krankenwagens bemühten sich um die Unfallopfer. Heises Sommerwetter machte es den Einsatzkräften die Bergungsarbeiten schwer. Für einen Kollegen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Das Urteil des Leiters der Autobahnmeisterei Jürgen Gouverneur ist eindeutig: „man traut sich bald nicht mehr, jemanden auf die Fahrbahn zu schicken.“ Bild 1

 

Ausgabe 94/11

Sprung auf die Motorhaube

Am 26. Juli 1994 war im Zuge der B49/II eine Kolonne der Straßenmeisterei Waldesch mit Mäharbeiten beschäftigt. Die Baustelle wurde durch einen Sicherungsposten abgesichert. Die Fahrgeschwindigkeit war innerhalb des Baustellenbereichs auf 60 km herabgesetzt. Im Baustellenbereich ereignete sich ein Unfall, bei dem der Sicherungsposten verletzt wurde. Ein Fahrzeug fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Kolonne zu, der Sicherungsposten konnte sich nur durch einen Sprung auf die Motorhaube retten und wurde dann auf die seitliche Fahrbahn geschleudert. Dabei erlitt er Verletzungen an Fuß, Schulter und Arm. Der Sicherungsposten trug die erforderliche Warnkleidung.

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Ausgabe 95/04

Wieder tragische Unfälle

Am 1. März 1995 wurden zwei Kollegen der Autobahnmeisterei Döbeln die im Winterdiensteinsatz waren, in einen schweren Unfall Auf der A14 verwickelt. Ein mit Baustoffen beladener Sattelschlepper raste gegen 21:00 Uhr in das Winterdienstfahrzeug der Autobahnmeisterei. Das Winterdienstfahrzeug wurde in die Böschung geschleudert. Es Überschlug sich mehrfach. Die Kollegen aus der Autobahnmeisterei Döbeln wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Für einen Kollegen kam jede Hilfe zu spät. Er wurde bei dem Unfall sofort getötet. Der andere Kollege

kam mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus Döbeln. Die zum Unfallort geeilten Beamten der Autobahnpolizei sprachen von einem der schockierendsten Unfälle seit langer Zeit auf der von ihnen betreuten Strecke. In der Unfallanzeige wird festgestellt, dass die Kollegen, die Rundumleuchte eingeschaltet hatten und das Winterdienstfahrzeug der Autobahnmeisterei Döbeln sich in einem technisch einwandfreien Zustand befand. Da die Sicht nicht beeinträchtigt war, und das zustande kommen des Unfalls zunächst auf die überhöhte Geschwindigkeit des Lastzuges zurückgeführt.  Bild 1

 

Zu einem weiteren schweren Unfall kam es bereits vor der Jahreswende 1994 ebenfalls auf der A14 Richtung Halle in Höhe der Ausfahrt Radefeld, als ebenfalls ein Sattelschlepper in eine Wanderbaustelle raste. Zwei Kollegen der Autobahnmeisterei Engelsdorf wurden schwer verletzt, ein Kollege schwebte vorübergehend in Lebensgefahr. Unfallursache war erneut überhöhte Geschwindigkeit. Der auffahrende Sattelzug streifte zunächst den Warnblinkanhänger und schob einen davor fahrenden Laster in die Wanderbaustelle. Das Fahrzeug blieb mit aufgerissenem Führerhaus quer zur Fahrbahn stehen. Auch diese Unfälle zeigen wieder, dass die herkömmlichen Sicherungsvorkehrungen für die Tätigkeit im öffentlichen Verkehrsraum nicht ausreichen. Leider bestätigen sich durch diesen erneuten schweren Unfall die Behauptungen der Verbandes Deutscher Straßenwärter mit höchster dringlichkeit Maßnahmen zur Sicherung der Arbeiten im Verkehrsraum ergriffen werden müssen.

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Ausgabe 95/05

Schwerer Unfall bei Nordholz

Am 27. Februar 1995 kam es in den Vormittagsstunden auf der Autobahn bei Nordholz zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten. Es gab ganz erheblichen Sachschaden. Ein mit Fisch beladener Lkw streifte das ordnungsgemäss abgesicherte Streckenfahrzeug der Autobahnmeisterei Nordholz. Vermutlich hat der Lkw- Fahrer das Streckenfahrzeug zu spät gesehen. Um den Unfall zu vermeiden, zog er das Fahrzeug auf die linke Fahrbahn. Der Auflieger des Sattelzuges bohrte sich jedoch in das Führerhaus des Fahrzeuges der Meisterei, dass mitgerissen und an den Fahrbahnrand geschleudert wurde. Mit Schweren Verletzungen musste ein Kollege der Meisterei Nordholz in das Bremerhavener Krankenhaus geflogen werden. Klare Aussagen über die Unfallursache liegen noch nicht vor. Überhöhte Geschwindigkeit wird jedoch vermutet.

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