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Ausgabe 93/11

Wieder tödlicher Unfall

Zu einem tragischen Unfall kam es am 11. Oktober 1993 auf der A3 in Richtung Passau an der Anschlussstelle Burgweinting. Ein Pkw fuhr dabei gegen 9:30 Uhr auf den auf der Verzögerungsspur stehenden Absicherungswagen mit Anhänger auf. Die Sicherungs- und Blinkanlage war eingeschaltet. Unser 41jähriger Kollege aus dem Landesverband Bayern, der sich zum Unfallzeitpunkt zwischen dem Sicherungsanhänger und dem Maschinenwagen befand wurde zwischen beiden Fahrzeugen eingeklemmt und schwer verletzt. Unser Kollege verstarb an den Unfallfolgen etwa dreißig Minuten später im Krankenhaus. Nach den Vermutungen der Polizei hat der Fahrer des Pkw das Absperrfahrzeug infolge zu hoher Geschwindigkeit zu spät wahrgenommen und konnte nicht mehr ausweichen. Damit haben wir erneut den Tod eines Kollegen zu beklagen, der sich in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit im Fahrbahnraum befand. Bild 1

 

 

 

Straßenwärter verletzt

von Klaus Eckl

Am 23. September 1993 gegen 11:20 Uhr ereignete sich auf der BAB Passau-Regensburg, zwischen der Anschlussstellen Iggensbach und Hengersberg, ein Auffahrunfall. Die A3 war infolge dieses Unfalls eine Stunde völlig gesperrt. Ein Lkw der Autobahnmeisterei Pankofen, der eingesetzt war, Absperrplanken abzutransportieren, stand kurzzeitig auf dem Standstreifen am Rande einer Baustelle die auf 60 km/h beschränkt war. Ein 32jähriger Kraftfahrer streifte mit seinem Lkw mit Anhänger das Fahrzeug der Autobahnmeisterei. Durch den Aufprall schleuderte das Lkw-Gespann quer über die Fahrbahn und kam so zum Stillstand. Der Lkw mit zwei Kollegen der Autobahnmeisterei Pollenried wurde nach rechts von der Fahrbahn geschleudert. Ein Kollege wurde mit mittelschweren Verletzungen in das Krankenhaus Plattling eingeliefert. Der andere Kollege kam glücklicherweise mit ein paar blauen Flecken davon. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 100 000 DM.Bild 2

 

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Der Tod lauert neben der Fahrbahn

von Frank Rechtmann

Unfälle auf dem Standstreifen der Autobahn – Lebensgefährliche Situation wird meist unterschätzt.

Erftkreis, BAB A4, kurz vor dem Kreuz Kerpen. Ein Reifen platzt. Der Fahrer kann sein Auto noch so gerade auf dem Standstreifen manövrieren. Doch dann passiert es: Ein Lastwagen rast mit 70 auf den Pkw zu schiebt ihn in die Böschung. Der Autofahrer ist auf der Stelle tot. Der Lkw-Fahrer wird später bei der Polizei aussagen, er sei kurz eingeschlafen. Ein Beispiel für einen tragischen Unfall auf dem

Standstreifen. In der Statistik tauchen diese Art Unfälle nicht gesondert auf. Sie geschehen zwar relativ selten, aber wenn, dann meist mit Toten und Schwerverletzten. „Viele Menschen, die auf dem Standstreifen halten, verkennen die Gefahr“, so ein Beamter der Autobahnpolizeistation Frechen. „Der häufigste Grund für einen Halt auf dem Standstreifen ist eine Motorpanne. Wir stellen aber auch fest, dass dort immer wieder Autofahrer vor Autobahnkreuzen anhalten, um sich zu orientieren, um in die Karte zu schauen. „Grosse Gefahr droht auch Anhaltern, die auf freier Strecke ein und aussteigen.

Für die Polizei ist es oftmals nicht nachvollziehbar, wie es zu „Standstreifenunfällen“ kommen kann. „Teilweise wird der Streifen aus Neugierde benutzt, wenn sich ein Stau gebildet hat. Einige Autofahrer fahren rechts raus, um an der Schlange vorbeizuschauen“, wissen die Beamten. „Niemand rechnet damit, dass jemand am Rand stehen kann.“ Ein weiteres Problem sind die „Rechtsüberholer“ im Stau. Sie missbrauchen den Standstreifen schon weit vor der Ausfahrt als Ausfädelungsspur. Ist es heiß, reißen Beifahrer gelegentlich die Türen auf, um frische Luft zu schnappen. Ein Unfall ist vorprogrammiert.

Zusammenstösse dieser Art bleiben bei den Polizeibeamten lange haften, „weil wir davon ausgehen, dass die Leute an dem Unfall völlig unbeteiligt sind und absolut nichts dafür können“. Die Beamten fahren aus diesen Grund so gut wie nie auf den Standstreifen. „Das ist einfach zu gefährlich“, so ein Frechener Autobahnpolizist. „Wir fahren mit Blaulicht durch die Gasse.“ Besonders gefährdet sind auch die Straßenwärter der Autobahnmeistereien, die zur Streckenkontrolle oder mit einer „Wanderbaustelle“ unterwegs sind. Immer wieder sterben Arbeiter auf den Standstreifen der Autobahnen, so der Verband Deutscher Straßenwärter. Gerade da wo aufgrund von Baustellen Fahrbahnverengungen eingerichtet sind, kommt es häufig vor, dass Fahrzeuge auf den Standstreifen abgedrängt werden, „Und das mit teilweise hohen Geschwindigkeiten. Da kann sich jeder ausrechnen, was dann passieren kann“, warnt ein Sprecher des Verbandes. Aus diesem Grund wird intensiv auf eine Änderung der Straßenverkehrsordnung gedrängt. Demnach soll in Baustellenbereichen auf der Autobahn grundsätzlich 50 gelten.

Professor Hans-Josef Kayser von der Technischen Hochschule Aachen erstellt zurzeit ein Gutachten für das Bundesverkehrsministerium zum Tehma Unfälle auf dem Standstreifen, „Überhöhte Geschwindigkeit ist sicherlich ein Grund. Die Fahrer verlieren die Kontrolle über das Fahrzeug und rasen auf ein Hindernis, beispielsweise einen Bautrupp oder ein Warnfahrzeug“, meinte eine Mitarbeiterin von Professor Kayser. Teilweise schlafen die Fahrer am Steuer ein und geraten auf den Standstreifen.“

Genaue Zahlen über Standstreifenunfälle in Baustellenbereichen liegen ebenfalls nicht vor. „Da sind wir auf die Informationen der Berufsgenossenschaften angewiesen“. So ein Sprecher des Verbandes Deutscher Straßenwärter. Der Erftkreis liegt mit seinen Unfallzahlen im Bundesdurchschnitt. In den letzten fünf Jahren starben zwei Arbeiter, fünf wurden schwer verletzt. (Zum Vergleich: In den alten Bundesländern wurden fünf Menschen getötet, 39 schwerverletzt). Die Zusammenstöße im Erftkreis wurden zu drei Vierteln von Lkw-Fahrern verursacht. Angst im Bauch haben auch die Pannenhelfer des ADAC. „Es gibt viele Helfer, die in letzter Sekunde noch zur Seite springen konnten“. berichtet Johann Rinkens, Leiter der Pannenhilfe Region West. Ein junger Kollege hat es aber vor ein paar Jahren nicht mehr geschafft. Er wurde vom Spiegel eines Lkw-Fahrers erfasst, als er in sein Fahrzeug steigen wollte. Er war auf der Stelle tot.“ Ein vermeidbarer Unfall, wäre der Lkw in seiner Spur geblieben. Bild 3

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Ausgabe 94/01

 

Kollegen bei Unfall verletzt

Zwei Verletzte und ein Sachschaden von 80 000 DM sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich auf der B6 in Salzgitter-Bad am 12.11.1993 ereignete. Drei Kollegen aus der Straßenmeisterei Salzgitter waren damit beauftragt, einen Einlaufschacht in Stand zu setzen. Die Arbeitsstelle war vorschriftsmäßig abgesichert. Der Fahrer eines mit Rüben beladenen Lastzuges reagierte so spät, dass er auf die Absicherung auffuhr und die Absperrtafel und einen VW-Transporter etwa 15m vor sich herschob. Dabei lösten sich teile des Absperranhängers und trafen eine Kollegen am Kopf. Er wurde bewusstlos in das Krankenhaus eingeliefert, wo er längere Zeit auf der Intensivstation behandelt werden musste. Ein anderer Kollege wurde durch herumfliegende Teile am Oberkörper verletzt. Die schwere des Unfalls erforderte den Einsatz von Feuerwehrfahrzeugen und des Rettungshubschraubers.

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Ausgabe 94/02

Dramatischer Unfall mit Todesfolge

Bei einem dramatischen Unfall ist am 27. Dezember 1993 ein 41jähriger Kollege aus dem Bauhof der Stadt Friedrichshafen bei Winterdienstarbeiten ums Leben gekommen. Er war Vater von vier Kindern im alter zwischen zwei und dreizehn Jahren. Der Kollege befand sich mit seinem Unimog im Winterdiensteinsatz und blieb auf einem Bahnübergang vermutlich durch eine Verkantung des Schneepfluges hängen. Das Fahrzeug kam zum Stillstand. Unser Kollege versuchte die Ursache zu klären und verliess das Fahrzeug. Er bemerkte nicht, dass sich die Halbschranke an dem Bahnübergang schloss. Gegen 7:05 Uhr wenige Sekunden nach dem Verlassen des Fahrzeuges wurde unser Kollege von einem aus Friedrichshafen kommenden Eilzug, der in Richtung Basel fuhr, erfasst und auf der Stelle getötet. Die versuchte Schnellbremsung führte nicht dazu, dass der Eilzug zum Stillstand kam.

Wegen einer Kurvenlage herrschte eine Sicht von 70 bis 80 Meter. Der Unimog wurde weggeschleudert, der Zug sprang aus den Schienen und der Schneepflugvorbau wurde vom Fahrzeug abgerissen. Die Bahnstrecke war drei Stunden gesperrt. Unser Kollege befand sich alleine im Winterdienstfahrzeug.

Mir hoher Wahrscheinlichkeit hätte er sein Leben retten können, wenn ein zweiter Kollege anwesend gewesen wäre und mit Umsicht abgesichert hätte. Der Verband Deutscher Straßenwärter hat die Stadtverwaltung Friedrichshafen um Auskünfte zur Organisation der Winterdiensteinsätze gebeten. Dieser Unfall zeigt, wie wichtig es ist, dass bei Winterdienstarbeiten in der Dunkelheit und in der Dämmerung zwei Mitarbeiter auf dem Fahrzeug eingesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus diesem schrecklichen Unfall die richtigen Konsequenzen ziehen.

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Ausgabe 94/03

Kollegen kamen bei Unfall mit schrecken davon

von E. Schwitalski

Am 13. Januar 1994 kam es im Kreis Eberswalde auf der B35 zwischen Neuendorf und Hohensaaten, zu einem Verkehrsunfall mit einem Fahrzeug des SBA Strausberg, SM Eberswalde, und einem Kieslaster.

Die drei Kollegen der SM Eberswalde sowie der Fahrer des Kieslasters kamen mit dem Schrecken davon. Es entstand allerdings ein geschätzter Sachschaden von ca. 80 000 bis

100 000 DM. Die Kollegen waren damit beauftragt, auf dem oben genannten Streckenabschnitt Strauchwerk mit dem Buschholzhacker zu beseitigen. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 20 km/h und eingeschalteter Rundumleuchte. Da der nächste Bauabschnitt angefahren werden sollte, fuhr der Kieslaster auf und schob den Transporter in den angrenzenden Wald. Der Kieslaster kam im Waldstück neben dem Transporter der SM Eberswalde zum Stehen. An beiden Fahrzeugen sowie am Buschholzhacker entstanden erheblicher Sachschaden.

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