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Ausgabe 91/12

Wieder schwerer Unfall

Am 30. Oktober 1991 ereignete sich auf der A39 in Richtung Salzgitter - Dreieck zwischen Osterlinde und Westerlinde ein schwerer Unfall.

Ein Autofahrer hatte eine auf der Überhohlspur tätige Wanderbaustelle zu spät bemerkt. Er fuhr auf den vor ihn fahrenden Wagen auf und schob diesen an der Stelle auf die Mittelschutzplanke, an der ein Straßenwärter mit einer Warnfahne auf die Fahrbahnverengung hinwies. Unser Kollege erlitt schwere Beinverletzungen. Ein Rettungshubschrauber wurde zur Erstversorgung am Unfallort eingesetzt. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf ca. 50 000 DM. Am gleichen Tage ereignete sich ein Unfall auf der A23 in

Fahrtrichtung Hamburg. Ein Lieferwagen fuhr aus ungeklärter Ursache vom rechten Fahrstreifen auf die Standspur und kollidierte dort mit einem Fahrzeug der Autobahnmeisterei Elmshorn. Der Fahrer des Unfallwagens erlitt Schnittverletzungen und musste in das Krankenhaus überführt werden. Unser Kollege der das Fahrzeug der Meisterei führte, wurde mit einem Schock und Schleudertrauma in das Krankenhaus eingeliefert. Die Blutalkoholprobe des Fahrers verlief positiv.

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Ausgabe 92/02

Unfall in Baustelle

Im November ereignete sich ein schwerer Unfall auf der A1 im Bereich   Wieldeshausen - Nord Eine Kolonne der Autobahnmeisterei war mit    Ausbesserungsarbeiten auf der Hauptspur beschäftigt,. Die Arbeitsstelle war   ordnungsgemäss abgesichert. Innerhalb der Arbeitsstelle fuhr ein Kollege mit   einem Unimog, der die Gefahr durch einen herannahenden Lastzug erkannte.   Er gab Gas und konnte sich in Sicherheit bringen. Ein Lastwagen fuhr in die   Absicherung, der Anhänger stürzte um. Die 43jährige Fahrerin war vermutlich   übermüdet. Kollegen aus dem Strassenunterhaltungsdienst wurden nicht verletzt.   Der Sachschaden wurde auf nahezu 50 000 DM geschätzt. Unverletzt blieben   auch vier Kälber, die in dem Anhänger des Lastzuges transportiert wurden.

Ausgabe 92/03

Wieder Unfall mit Todesfolge

Auf der A7 in der Höhe des Klöffelberges, Unterfranken, ereignete sich Ende Januar ein schwerer Unfall, als ein Pkw-Fahrer nach dem Überholen eines Lastzuges auf der Gefällstrecke ins Schleudern kam. Der Pkw streift verschiedene Baufahrzeuge und erfasste einen in der Baustelle beschäftigten Arbeiter, während sich sein Kollege durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte. Für den Fahrer des Pkw´s kam jede Hilfe zu spät. Der von dem Pkw erfasste Arbeiter erlitt schwere Verletzungen. Die Kollegen der Autobahnmeisterei Oberthulba waren mehrere Stunden mit Aufräumarbeiten auf der Strecke beschäftigt. Bild 1

 

Gerichtliches Nachspiel eines Unfalls

In der Mai-Ausgabe 1991 haben wir über einen Unfall auf der Hansalinie berichtet, bei dem ein 51jähriger Kollege aus der Autobahnmeisterei Wildeshausen den Tod fand, als ein Sattelzug Zwischen Wildeshausen und Delmenhorst in eine abgesicherte Arbeitsstelle raste. Der Unfall wurde jetzt vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Wildeshausen verhandelt. Gaby Schneider-Schelling berichtet in der „Nord-West Zeitung“, Ausgabe Wildeshausen, ausführlich über den Unfall und die Gerichtsverhandlung. „22 Jahre alt ist der Angeklagte, wirkt aber jünger: so blass und schmal, wie er auf der Anklagebank hockt.

Arndt B., Kraftfahrer aus Dortmund ist zum zweiten mal in Wildeshausen, muss sich wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung vor der Schöffengericht des örtlichen Amtsgerichtes verantworten. Das erste Mal sah er die Kreisstadt nur von ferne, doch der Eindruck bleibt wohl unauslöschlich. Auf der A1 zwischen Wildeshausen-Nord und Delmenhorst-Süd verursachte er am 5. März des vergangenen Jahres einen grauenvollen Unfall, bei dem der 52jährige Siegfried Morscheck ums Leben kam, ein erfahrener Straßenwärter der Autobahnmeisterei Wildeshausen, der just eine Ölspur abstreute. Schwer verletzt, wenngleich wie durch ein Wunder nicht lebensgefährlich, überlebte Morschecks Kollege Rainer Scheide-Huntermann (30) als Fahrer des Pritschenwagens der Morschecks gefährlicher Arbeit auf der Autobahn nach hinten absicherte. Insbesondere dank seiner Aussagen könnten sich der Vorsitzende Richter und die beiden Schöffen gestern Mittag ein Bild machen von rätselhaften Geschehen auf der Autobahn. Am Ende stand ein Urteil, dass der Angeklagte gefasst aufnahm. Zwar muss Arndt B. jetzt einen Schuldenberg von 10 500 DM abtragen (150 Tagessätze a 70 DM), doch ersparte ihm das Gericht den von der Staatsanwaltschaft geforderten, zweimonatigen Entzug der Fahrerlaubnis, denn das hätte wohl das berufliche Aus für den jungen Mann bedeutet. Der Vorsitzende Richter ließ während der gut einstündigen Beweisaufnahme keine Chance ungenutzt, einen hieb- und stichfesten Unfallgrund auf der die Spur zu kommen. Vergeblich: Ungeklärt bliebt, weshalb der junge B. gegen 6:10 Uhr mit seinem Sattelzug bei 80 km/h auf den vor ihm im Schritttempo fahrenden Pritschenwagen der Autobahnmeisterei aufgefahren war, ohne zu bremsen, wie später ein Sachverständiger feststellte. Der Angeklagte will den Wagen schlicht nicht gesehen haben, eingeschlafen ist er aber auch nicht. „Irgendwann gab´s einen lauten Knall, da war´s schon passiert“. „Nach dem Aufprall nichts mehr“ weiß Reiner Scheide-Huntermann. Ganz sicher war sich der 30jährige bei allem, was vorher geschah, dass sein Fahrzeug nicht nur mit Abblendlicht fuhr, sondern überdies Warnblinklicht und Rundumleuchten angeschaltet waren. Denn darauf hatte ihn Morscheck noch beim Aussteigen, vor de, Gang auf die Autobahn, aufmerksam gemacht: „Rainer zieh mal alle Register“. Nichts von alledem bemerkte nach eigener Aussage der Angeklagte, der seinen Führerschein Klasse 2 im Übrigen just drei Wochen vor dem Unfall ausgehändigt bekommen hatte. Dass B. ein Fahrzeug nicht wahrnahm, dass nach Zeugenaussagen in der Dunkelheit mehrere hundert Meter weit zu sehen war, erschien dem Vorsitzenden Richter in seiner Urteilsbegründung nur auf eine Weise erklärlich: Der Angeklagte muss zeitweise weggetreten gewesen sein, ihn treffe somit erhebliches Verschulden am Unfallgeschehen. Betroffen und interessiert zugleich wurde die gestrige Verhandlung gegen B. im übrigen auch von zahlreichen Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Wildeshausen verfolgt. In Gesprächen am Rande bestätigten sich Vermutungen: Der Job als Straßenwärter bedeutet Angst. „Der Verkehr wird immer dichter, es wird gerast, was das zeug hält. Riesige Sicherungsanlagen, die auffallender kaum sein können, werden einfach umgejagt. Vor jedem Einsatz hat man ein komisches Gefühl in der Magengegend……“ Bild 2                  

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Ausgabe 92/04

Laster raste in Absperrung

40 000 DM Sachschaden verursachte ein Lkw-Fahrer, der in die Baustellenabsperrung auf der A2 zwischen Hannover und Lehrte führ. Noch wird vermutet, dass der Fahrer des Fahrzeuges eingeschlafen war und zu spät die Hinweise auf der Fahrbahn wahrgenommen hat. Die in der Baustelle tätigen Kollegen kamen zum Glück mit dem Schrecken davon. Noch Tage nach dem Unfall waren sie stark verunsichert, denn Unfälle dieser Art können sich täglich wiederholen. Der Leiter der Autobahnmeisterei Peine Jürgen Kamm, weist auf eine Eisenstange, die sich durch die Beschilderung bohrte.

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Ausgabe 92/07

Unfall am Kontrollpunkt Dreilinden

Das zunehmende Verkehrsaufkommen in den neuen Bundesländern führt jetzt auch dort zu der Unfällen bei Arbeiten unter Verkehr. So wird aus dem Landesverband Brandenburg berichtet, dass am 21. Mai 1992 ein Pkw mit einem Straßendienstfahrzeug kollidierte. Die Kollegen der Autobahnmeisterei waren mit Unterhaltungsarbeiten im Bereich des ehemaligen Kontrollpunktes Dreilinden beschäftigt, als ein Autofahrer in folge hoher Geschwindigkeit nicht rechtzeitig vor dem ordnungsgemäß abgesicherten Fahrzeug der Meisterei ausweichen konnte. Es kam zu einem Auffahrunfall, wobei ein Fahrzeuginsasse verletzt wurde. Die Kollegen der Autobahnmeisterei kamen mit dem Schrecken davon.

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