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Ausgabe 91/03

Weiterhin Unfälle

Am 29. Januar 1991 kam es auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Recklinghausen - Süd und Castrop - Rauxel zu einem schweren Unfall. Ein Lkw raste mit unverminderter Geschwindigkeit in ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei Recklinghausen. Das Fahrzeug fuhr auf dem Standstreifen. Durch glückliche Umstände wurden zwei Kollegen  nur mittelschwer verletzt.

 Am 27. Januar 1991 befuhr ein Kollege der Autobahnmeisterei Elmshorn die A23 zwischen Elmshorn und Itzehoe mit dem Streuwagen. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr ein Pkw auf das Streufahrzeug auf, obwohl die Überholspur völlig frei war. An dem Pkw entstand ein Totalschaden. Der Schaden an dem Fahrzeug der Autobahnmeisterei belief  sich auf 20 000 DM. Der Kollege im Fahrzeug der Autobahnmeisterei wurde nicht verletzt.

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Ausgabe 91/04

Tragischer Unfall auf der A61

Am 26. März 1991 raste in der Nachmittagsstunden ein Chemie-Tankzug mit unverminderter Geschwindigkeit auf einen liegen gebliebenen Möbellastzug zu. Ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei Bonn sicherte den defekten Möbellastzug ab. Das auffahrende Fahrzeug schob das Absicherungsgespann vor sich her. Durch den Aufprall wurde unser Kollege Jörg Wagner, der als Auszubildender in der Autobahnmeisterei Bonn tätig war, auf dem Beifahrersitz getötet. Sein 34jähriger Kollege auf dem Fahrersitz wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Autobahn war für Stunden gesperrt. Josef Hilgers begab sich nach bekannt werden des schweren Unfalls zur Unfallstelle und besuchte anschliessend den Schwerverletzten Kollegen Siegfried Modrov am Krankenbett. Auch dieser Unfall zeigt wieder, dass die Massnahmen zur Sicherung von Arbeitsstellen im Verkehrsraum nicht ausreichen. Überhöhte Geschwindigkeit und zu spätes Ausscheren auf die angezeigte Fahrbahn sind immer wieder die verhängnisvolle Unfallursache. Bild 1

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Kollege rettet sich durch beherzten Sprung

von Klaus Eckl

Am 16. Februar ereignete sich um 10:20 Uhr auf der BAB A3 Regensburg- Passau, 5 Kilometer vor der Ausfahrt Passau - Nord, ein schwerer Unfall. Zwei Pkw-Fahrer konnten einem Querstehenden Lkw auf Schneeglatter Fahrbahn noch kurz vor einem Aufprall ausweichen. Beide blieben auf der Standspur liegen. Zufällig war auch ein Unimog mit Schneepflug der Autobahnmeisterei Passau zur Stelle und Sicherte die Unfallstelle weithin sichtbar ab. Unser Kollege Hainz Sigmar hielt etwa 60 Meter vor den Fahrzeugen an und fragte ob Hilfe notwendig sei. Unterdessen verlor ein 34jähriger Lkw-Fahrer aus Österreich die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte den Unimog. Er schob ihn 60 Meter vor sich her, direkt auf die liegengebliebenen Fahrzeuge und die ausgestiegenen Fahrer. Während sich unser Kollege Hainz Sigmar durch einen beherzten Sprung über die Schutzplanke, wobei er sich leicht verletzte, noch retten konnte, gab es für einen 50jährigen Mann aus Simbach am Inn kein Entrinnen mehr. Er wurde zwischen Schneepflug und seinem Pkw erdrückt. Unfallursache diesmal: nicht angepasste Geschwindigkeit. Bild 2

Ausgabe 91/05

Wieder Kollege tödlich verunglückt

Zu einem tragischen Unfall kam es auf der Hansalinie. Ein 51jähriger Kollege aus der Autobahnmeisterei Wildeshausen fand den Tod, als ein Sattelschlepper zwischen Wildeshausen und Delmenhorst in eine abgesicherte Arbeitsstelle raste. Zwei Kollegen waren damit beschäftigt, eine Ölspur zu beseitigen. Durch den Aufprall wurde das Absicherungsfahrzeug weggeschleudert, der Kollege geriet unter das Fahrzeug. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Der zweite Kollege wurde schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Ausgabe 91/09

Kollege im Koma

Am 24. Juni 1991 kam ein Kollege aus der Strassenmeisterei Herscheid noch mit dem Leben davon. Er wurde in Ausübung seines Dienstes im Verkehrsraum von einem Fahrzeug angefahren und schwer verletzt. Er lag drei Tage im Koma. Die Körperschäden waren erheblich. Schädelfraktur und Arm- und Beinbrüche trug er davon.

Wenige Tage vorher ereignete sich auf der B236 ein schwerer Unfall, in den ebenfalls ein Kollege aus der Strassenmeisterei Herscheid verwickelt war. Das Mähgerät das er kurze Zeit am Fahrbahnrand abgestellt hatte, wurde von einem Sattelzug überrollt. Es kam zu einem Auffahrunfall der Veranlassung gab die Bundesstrasse 236 für mehrere Stunden zu sperren.

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Ausgabe 91/10

Tödlich Unfälle in Brandenburg

Am 15. August 1991 sind zwei Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Birkenwerder, Landesverband Brandenburg auf der Autobahn tödlich verunglückt. Bei dem tragischen Unfall kamen Reiner Heinze (37) und Guido Müller (21) ums Leben. Der Kollege Guido Müller war Mitglied unseres Verbandes. Die Kollegen waren auf der A10 in Richtung Berlin mit der Betonsanierung beschäftigt, die aufgrund von Hitzeaufbrüchen erforderlich wurde. Die Arbeitsstelle war übersichtlich gekennzeichnet. Ein Kraftfahrer fuhr unter Missachtung der Beschilderung auf einen Arbeitszug der Autobahnmeisterei.

Er schob mit großer Gewalt zwei Fahrzeuge an die Schutzplanken und tötete dabei die beiden Kollegen. Dieser Vorfall zeigt, dass mit dem zunehmenden Verkehr in den neuen Bundesländern die Gefahren dorthin transportiert werden, die es schon in den alten Bundesländern zu beklagen gibt. Die Arbeit im Bereich des Verkehrsraumes wird zunehmend gefährlicher.

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Ausgabe 91/11

Todesopfer auf der A3

von Klaus Eckl

Am 27. Mai ereignete sich auf der A3 Passau - Regensburg hinter der Anschlussstelle Rosenhof ein folgenschwerer Unfall.

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Pentling waren damit beschäftigt, Ausbesserungsarbeiten an der Brücke bei Unterheising durchzuführen. Die Baustelle auf der Fahrspur war ordnungsgemäß abgesichert. Der Leuchtpfeil des Warnanhängers war weithin sichtbar. Diese Signale wurden von einer 23jährigen Lkw-Fahrerin nicht wahrgenommen. Kurz vor der Baustelle überrollte die Unglücksfahrerin noch drei Fahrzeuge.

Mit Tempo 90 km/h raste die Grazerin auf die Baustelle zu. Ohne eine Reaktion prallte der Sattelzug auf das Sicherungsfahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Sicherungsfahrzeug völlig zertrümmert und hundert Meter auf ein weiteres Fahrzeug der Autobahnmeisterei Pentling geschoben. Wie Geschosse jagten die Fahrzeuge auf die Gruppe der Kollegen zu. Für den 34jährigen Familienvater Anton Köstlmeier gab es kein entkommen mehr. Er wurde von einem Fahrzeug erfasst und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Seine Kollegen wurden mit zum teil schweren Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Die Lenkerin des Sattelzuges aus Graz, die im Lkw eingeklemmt war, erlag ihren schweren Verletzungen. Anton Köstelmeier hinterlässt eine Frau und zwei Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren. Bild 1

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Wieder schwere Unfälle

In den letzten zwei Monaten ereigneten sich wieder schwere Unfälle, an denen Kollegen aus dem Straßenunterhaltungsdienstes beteiligt waren.Ein schwerer Unfall ereignete sich am 4. September 1991 auf der BAB A 81 mit einem Absicherungsanhänger. Eine Kolonne der Autobahnmeisterei Rottweil war auf der A81 mit Beschilderungsarbeiten beschäftigt. Die Fahrspur war vorschriftsmäßig mit zwei Sicherungsanhängern neuester Bauart mit Leuchtpfeil gesperrt. Ein Klein-LKW mit Anhänger fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit auf den ersten

Sicherungsanhänger auf und zerstörte diesen vollständig. Der Fahrer des auffahrenden Fahrzeuges wurde dabei schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrerhaus befreit werden. Der Fahrer des Sicherungsfahrzeuges blieb unverletzt. Er hatte das Fahrzeug verlassen und war ca. 200 Meter entfernt in der Kolonne tätig. Der Unfall ereignete sich obwohl die Sichtverhältnisse sehr gut waren. Bild 2

 

Am 17. September 1991 wurde der Kollege aus der Strassenmeisterei Aschaffenburg - Süd auf der B426 in Obernburg verletzt, als ein Fahrzeug über die Bankette fahrend ein anderes Fahrzeug überrollte. Dabei wurde unser Kollege, der am Fahrbahnrand die Böschung mit einer Motorsense mähte, zu Boden gerissen und am Halswirbel und am Unterarm verletzt.

Ein schwerer Unfall ereignete sich am 5. Oktober 1991 auf der A19 Berlin-Rostock. Ein Kollege der Am Kritzkow hatte Bereitschaft und wurde gegen 7:15 Uhr zur Strecke gerufen, weil ein Verkehrsteilnehmer die Meldung durchgegeben hatte, dass sich Kühe auf der Autobahn befinden. Der Kollege aus der Autobahnmeisterei begab sich zur Strecke und erkannte, das er alleine die Tiere nicht von der Autobahn vertreiben konnte. Er forderte Verstärkung an. Unser Kollege hielt sich am Rand der Standspur auf. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer drosselten stark ihre Geschwindigkeit, ein Verkehrsteilnehmer überholte jedoch und nahm nach Erkennung der Tiere auf der Autobahn eine Vollbremsung vor. Dabei verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, geriet ins Schleudern und riss unseren Kollegen mit. Dabei verletzte er ihn tödlich.

In kurzer Zeit ereignete sich damit in einem neuen Bundesland wieder ein tödlicher Unfall. Mit Zunahme der Verkehrs Belastung in den neuen Bundesländern ereigneten sich auch zunehmend schwere Verkehrsunfälle, in die unsere Kollegen im Straßenunterhaltungsdienst verwickelt sind.

Am 14. Oktober 1991 wurde ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei im Autobahnkreuz Siegburg-Bonn von einem Pkw erfasst und verletzt. Der Pkw-Fahrer gab an, durch die Tiefstehende Sonne geblendet worden zu sein. Sein Fahrzeug kam in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab und erfasste unseren Kollegen, der im Grünflächenbereich stand. Er wurde an Bein und Hüfte verletzt.

Auch diese Unfälle weisen wieder auf die Notwendigkeit hin, dass die Arbeit im Verkehrsraum sicherer gemacht werden muss. Dieses Anliegen hat beim Verband Deutscher Straßenwärter unvermindert einen hohen Stellenwert.       

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