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Ausgabe 87/09

Schwerer Unfall auf der Landstraße

Zu einem schweren Unfall in der Nähe von Niederkrüchten, Landesverband Rheinland kam es, als ein PKW-Fahrer einen Unterhaltungsfahrzeug mit angehängter Häckselmaschine nicht ausweichen konnte. Der PKW-Fahrer fuhr auf das Fahrzeug der Straßenbauverwaltung auf und schleuderte die Häckselmaschine auf die Fahrbahn. Ein Kollege der das Fahrzeug verlassen hatte wurde von dem Astholzhäcksler so eingequetscht das er einen komplizierten Wadenbeinbruch erlitt. Stationäre Krankenhausbehandlung, mehrwöchige Arbeitsunfähigkeit und erhebliche Kosten waren das Ergebnis. Alleine die Lohnminderung für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes belief sich auf 691 DM. Die Versicherung wollte unserem Kollegen mit einem Schmerzensgeld von 1000 DM zufrieden stellen und ihm eine Unkostenpauschale von 30 DM zahlen. Auf dieses völlig unbefriedigende Ergebnis der außergerichtlichen Verhandlung mit der Versicherung wurde mit einer Klage vor dem Landgericht Mönchengladbach geantwortet. Der verband hat dem Kollegen Rechtschutz gewährt.

Ausgabe 87/10

Wieder Kollege auf BAB verunglückt.

Brüche, Prellungen und eine schwere Gehirnerschütterung erlitt bei einem Unfall auf der BAB a7 zwischen Göttingen und Northeim ein 40jähriger Kolonnenführer, als er als Vorwarnposten von einem PKW erfasst und in den Mittelstreifen geschleudert wurde. Unser Kollege trug die vorgeschriebene Warnweste. Er hielt sich mit der Warnfahne zwischen der durchgezogenen Begrenzungslinie der linken Fahrbahn und den Schutzplanken im Mittelstreifen auf. Es vergeht kaum ein Monat, dass Kollegen schwer verunglücken. Die zahlreichen leichten Verletzungen und die Beinahe-Unfälle sind dabei noch nicht berücksichtigt. Der geschäftsführende Bundesvorstand hat beschlossen, dass Thema bei der nächsten Bundesvorstandssitzung erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Es besteht die Absicht, eine Offensive mit dem Ziel einer wirksamen Unfallverhütung bei Wanderbaustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen einzuleiten.

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Ausgabe 87/11

Am 28. September 1987 fuhr aus bisher nicht geklärter Ursache ein Lastzug auf zwei ordnungsgemäss abgestellte Lastkraftwagen auf. Zwei Scherenverletzte, drei Leichtverletzte und ein Sachschaden in Höhe von 700 000 DM sind die bittere Bilanz. Unfallort war die A48 unweit der Ausfahrt Manderscheid. Zu dem Unfall kam es, als ein mit Stahlblechteilen beladener Lastzug aus Ahlen/Westfahlen auf zwei unter einer Autobahnbrücke abgestellte Lastkraftwagen der Autobahnmeisterei Wittlich auffuhr. Nach Angaben der Polizei waren Arbeiter der Meisterei mit Pflasterarbeiten beschäftigt, als sich das Unglück ereignete. Durch den Aufprall stürzte eines der Fahrzeuge und begrub zwei Strassenwärterkollegen unter sich. Der Fahrer des Lastkraftwagens gab an, dass er durch die Tiefstehende Sonne geblendet worden sei. Er habe deshalb die abgestellten Fahrzeuge übersehen. Die schweren Unfälle nehmen kein Ende. Es vergeht fast keine Woche ohne dass eine Unfallmeldung bei der Bundesgeschäftsstelle eingeht. Es wird höchste Zeit das sich die Straßenbaulastträger über wirksame Massnahmen zur Unfallverhütung einigen. Zu verantworten sind die Zustände auf den Bundesstrassen und Autobahnen schon lange nicht mehr.

Ausgabe 88/03

Diesmal ereignete sich der Arbeitsunfall auf der A1 bei Erftstadt. Ein Kleinlaster schleuderte in eine Arbeitskolonne der Autobahnmeisterei Weilerswist. Der Kollege Peter Kauert (35) stand hinter seinem Fahrzeug und war auf der Stelle Tod. Zwei seiner Kollegen, die mit Aufräumarbeiten nach dem Ausästen im Seitenstreifen beschäftigt waren, wurden schwer verletzt und mussten in das Krankenhaus transportiert werden. Die wandernde Arbeitsstelle war korrekt abgesichert und unsere Kollegen hielten sich nicht im Verkehrsraum auf. Bisher ist es ungeklärt, warum der Kleinlaster auf das Fahrzeug der Autobahnmeisterei prallte.

Leider müssen wir fast monatlich über schwere Unfälle mit tödlichem Ausgang berichten. Es bestätigt sich, dass der Schwerpunkt unserer fachgewerkschaftlichen Aufgabe für das Jahr 1988 richtig gewählt war, als der Bundesvorstand im Herbst den fasste, der Sicherheit unserer Kollegen in wandernden Arbeitsstellen größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Vorschriften zur Absicherung von (wandernden) Arbeitsstellen sind umfassend. Auch die technischen Einrichtungen sind sachgerecht.

Trotzdem kommt es immer wieder zu diesen schweren Unfällen. So darf es nicht weitergehen. Es muss bald eine öffentliche Diskussion dieses Themas einsetzen. Bald muss es auch zu einer Informationskampagne kommen. Verkehrsdichte und die Verkehrsgeschwindigkeit sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass es immer wieder zu diesen schweren Unfällen kommt. Die Verkehrsdicht kann nicht besiegt werden. Die Verantwortlichen können aber versuchen, die Verkehrsgeschwindigkeit so zu regulieren, dass se zu vertretbaren Reaktionszeiten kommt. Alle Kollegen im Straßenunterhaltungsdienst die in wandernden Arbeitsstellen ihre Arbeit verrichten haben ihre Erlebnisse mit rücksichtslosen Autofahrern. Manch einer hat sich nur durch einen Sprung in die Böschung retten können. Einer der verletzten Kollegen aus der Autobahnmeisterei Weilerswist berichtete dem Bundesvorsitzenden Josef Hilgers, als er nach der Beerdigung die Kolonne besuchte, dass er bereits in den dritten Unfall verwickelt war. Der Verband Deutscher Straßenwärter wird dieses für uns alle wichtige Thema nicht aus den Augen verlieren. Handeln ist jetzt notwendig.

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Ausgabe 88/05

Die tragischen Unfälle nehmen kein Ende

Über zwei tragische Unfälle, in die Kollegen beim Arbeitseinsatz verwickelt wurden, müssen wir Berichten.

Am 13. April 1988 war unser Kollege Bernd Metternich, 22 Jahre alt, in Meckenheim - Merl damit beschäftigt, eine Ampelanlage zu reparieren. Zwei Lastwagenfahrer übersahen, dass die Ampelanlage ausgeschaltet war. Sie stiessen zusammen. Ein tonnenschwerer Lkw mit Anhänger kam ins Schleudern und stürzte um. Unser Kollege wurde von dem Fahrzeug erfasst. Er war auf der Stelle Tod.   Bild 1

Der zweite Unfall ereignete sich am 29. März 1988 im Bereich der Strassenmeisterei Groß - Umstadt, Hessen. Dort starb ein 25 Jahre alter Fahrer eines Personenwagens, als er aus bisher ungeklärten Gründen unter das Heck eines Spezialfahrzeuges mit Hubbühne der Strassenmeisterei fuhr. Das Spezialfahrzeug stand auf dem äusseren Rechten Fahrbahnrand, seine Warnblinkanlage war eingeschaltet, dass Fahrzeug war zusätzlich mit Rundumleuchten abgesichert. Kollegen aus der Strassenmeisterei Groß - Umstadt waren gerade damit beschäftigt Bäume zu beschneiden. Durch diesen Umstand sind sie nicht verletzt worden. Wir berichten seit Monaten ohne Unterbrechung über die zahlreichen tödlichen Unfälle in die Unsere Kollegen verwickelt sind. Die Zahl der Unfälle und deren Folgen haben uns darin bestärkt, dass die Strassenbauverwaltung sich mit Nachdruck um eine Verbesserung der Sicherheit unserer Kollegen im Straßenunterhaltungsdienstes kümmern müssen.  Bild2+3

Ausgabe 88/09

Mit überhöhter Geschwindigkeit in wandernde Baustelle

von Siegfried Damm

Wieder wunden zwei Kollegen aus dem Landesverband Hessen bei der Tätigkeit in einer wandernden Arbeitsstelle verletzt.

Die Kollegen Karl - Heinrich Spiess und Wilhelm Birkenbusch von der SM - Battenberg, SBA Arolsen waren auf der L3073 mit Mäharbeiten beschäftigt. Ihre Arbeitsstelle war ordnungsgemäss abgesichert. In einer lang gezogenen voll Kurve, die aus ca. 150

Meter Entfernung  einsehbar war, fuhr ein Personenwagen mit überhöhter Geschwindigkeit in die Kurve und prallte nach einer mehr als 30 Meter langen Bremsspur auf das am äussersten Fahrbahnrand fahrende Strassenbaufahrzeug auf. An dem Personenwagen war Totalschaden festzustellen. Der 24jährige Fahrer des Personenwagens und sein 21jähriger Beifahrer erlitten Knochenbrüche, Prellungen und Schürfwunden im Gesicht. Die Fahrbahn musste längere zeit gesperrt werden.

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