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Ausgabe 82/10

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am 19.08.1982 unser Kollege Adolf Lausen, Vertrauensmann der Straßenmeisterei Ekkernförde tödlich verunglückt. Lausen war 48 Jahre alt. Er saß als Beifahrer in einem Unimog, der von einem Brauereifahrzeug touchiert wurde. Der Unimog geriet von der Fahrbahn stieß auf dem Radweg mit einem Mofa zusammen und stürzte die Böschung hinunter. Der Mofa-Fahrer und der Führer des Unimogs wurden verletzt in das Krankenhaus eingeliefert. Unser Kollege Adolf Lausen starb am Unfallort.

Ausgabe 82/11

Straßenwärter wieder in schweren Verkehrsunfall verwickelt.

Der Lkw-Fahrer gab an dass seine Lenkung versagt hätte. Ergebnis: Der LKW raste mit hoher Geschwindigkeit auf ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei Ludwigsburg zu und zerstörte es zur Unkenntlichkeit. Zwei Straßenwärter, die zur Streckenkontrolle zwischen Ludwigsburg-Nord und Pleidelsheim unterwegs waren, wurden bei diesem Verkehrsunfall schwer verletzt, der Fahrer sogar lebensgefährlich.

Ausgabe 83/02

Erneut tödlicher Unfall auf der Autobahn. Unser Mitglied Jürgen Lang (39) verrichtete am 30.11.1982 auf der Autobahn in der nähe der Ausfahrt Neumarkt-Nürnberg-Ost seinen Dienst. Er hatte das Betriebsfahrzeug auf der Standspur abgestellt. Nach den bisher vorliegenden Informationen wurde unser Kollege von einem LKW auf der Standspur angefahren. Er verstarb kurze Zeit nach dem Unfall an den Verletzungen. Unser Kollege hinterlässt die Ehefrau mit drei minderjährigen Mädchen. Der Fahrer des LKW´s wurde wegen fahrlässige Tötung angeklagt.

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Ausgabe 83/04  

Glück gehabt

Auf der A81 in Richtung Stuttgart kam es am 2.2.1983 in der Mittagszeit zu einem folgenschweren Unfall. Ein italienischer Lastzugfahrer übersah ein Fahrzeug des Straßenunterhaltungsdienstes, dass von zwei Kollegen geführt wurde und schob es mit der angehängten Sicherungstafel eine Böschung hinunter. Die Polizei hat den Sachschaden auf 100 000 DM geschätzt. Unsere Kollegen und der Fahrer des Lastzuges wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Ausgabe 84/10   

Erneut Straßenwärter verletzt

Am 13. August 1984 wurde der Straßenwärter Hubert Hansen aus der Straßenmeisterei Jülich bei Ausübung seines Dienstes schwer verletzt. Auf der Landstraße 257 bei Düren-Arnoldsweiler war er mit Mäharbeiten beschäftigt. Durch Unachtsamkeit eines Autofahrers kam es zu einem schweren Auffahrunfall. Der Kollege Hansen wurde in ein angrenzendes Feld geschleudert. Damit haben wir erneut einen schweren Unfall in Ausübung der Dienstes zu beklagen. Dieser Unfall zeigt erneut, wie gefährlich unsere Tätigkeit im Verkehrsraum und in der Nähe des Verkehrsraumes ist. Der Verband hat dem Kollegen vollen Rechtschutz gewährt.

Ausgabe 85/01

Pkw fuhr in Kolonne ein Toter

Vermutlich war die Reifglätte und die nicht angepasste Geschwindigkeit Ursache dafür, dass sich an 29.11.1984 auf der Kreisstraße zwischen Fussbach und Biberach ein schwerer Unfall ereignet hat. Ein Toter, ein Schwerverletzter und ein Leichtverletzter sind die traurige Bilanz. Ein PKW-Fahrer befuhr mit seinem Fahrzeug die Kreisstraße in Richtung Biberach. Kurz hinter den Gasthaus „Linde“ kam das Auto nach einer Linkskurve ins Schleudern und rutschte von der Straße ab. Das Fahrzeug erfasste drei Kollegen aus der Straßenmeisterei Offenburg, die gerade damit beschäftigt waren, den Graben zu reinigen und die Büsche zu entästen. Der Kollege Erwin Baumgärtner, 29 Jahre wurde getötet. Bei den anderen Kollegen handelte es sich um Heinrich Panther und Georg Neumann. Dieser Unfall, einer von zahlreichen in diesem Jahr, zeigt erneut, wie gefährlich die Arbeit der Straßenwärter ist.

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Ausgabe 85/06

Wieder ein Kollege tödlich verunglückt

Am 19. April 1985 ereignete sich auf der A7 Hamburg-Flensburg in der Höhe der Anschlussstelle Kaltenkirchen ein folgenschwerer Unfall bei dem der Kollege Werner Ahrens (38) getötet wurde. Ein anderer Kollege der eine Kehrmaschine führte wurde schwer verletzt. Die Kehrmaschine stand abgesichert durch ein Fahrzeug mit Warnleitanhänger auf Standspur der A7. Kollege Ahrens befand sich auf dem Bankett rechts neben der Kehrmaschine, um mit dem Fahrer den Arbeitseinsatz abzusprechen. Aus ungeklärter Ursache raste ein LKW gegen die Kehrmaschine. Durch den Aufprall wurde der Kehrbesen ausgeschleudert und traf unseren Kollegen. Der Fahrer der Kehrmaschine, Karl-Heinz Schlüter aus der Autobahnmeisterei Neumünster, wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wie uns berichtet wurde, ist es in der Vergangenheit auf den Streckenabschnitten der Autobahnmeisterei Quickborn zu mehreren schweren Unfällen gekommen. Der jetzige schwere Unfall zeigt, wie gefährlich die Arbeit der Mitarbeiter des Straßenunterhaltungsdienstes ist. Die von uns geforderte zusätzliche Versicherung, die Zahlung eines Gefahrenzuschlages und die bessere Absicherung von Arbeitskolonnen erhalten damit erneut Aktualität.

Ausgabe 85/07   

Straßenwärter wirken im Stillen von Ulrich Kotze

In großen Lettern berichtete die Presse im April über einen LKW-Unfall auf der A61 bei Heimerzheim-Miel. Drei Tote wurden vermeldet. 12 Stunden war die Rheintalautobahn gesperrt. 13t hochgiftige Chemikalien ließen sich mit Schaum und Wasser nicht löschen. Die Feuerwehrleute zogen die Spezialanzüge an und gingen gegen die Flammen mit Zementpulver vor.

Ein Unfall von vielen. In der nachlese der Pressestimmen fällt auf das die Arbeit der Feuerwehrleute, des Katastrophenschutzes der Polizei und des ADAC Straßendienstes lobend hervorgehoben wurde. Auch die hilfreichen Passanten und die Autofahrer wurden wegen ihrer Umsicht mit Lob bedacht. An keiner Stelle sind in den acht vorliegenden Pressemeldungen die Straßenwärter erwähnt die bei diesem schweren Chemieunfall unter Einsatz der Gesundheit weit über die normale Arbeitszeit hinaus und noch dazu in der Nacht an der Unfallstelle gearbeitet haben. Straßenwärter erwarten keinen Dank. Sie sehen es als eine Selbstverständlichkeit an, dafür zu sorgen dass die Verkehrswege nach Unfällen schnell wieder freigegeben werden können. Trotzdem muss man sich die Frage stellen, warum die Berichterstatter nach einem solch spektakulärem Unfall nicht auch die Arbeit der zahlreichen Straßenwärter erwähnen, ohne deren  Einsatz vielfach der Verkehr kaum wieder flüssig gestaltet werden könnte. Es kann nur daran liegen, dass die Berichterstatter die Straßenwärter als eigenständige Berufsgruppe in der Vielzahl der Hilfsdienste nicht ausmachen können. Es ist auch möglich, dass die Straßenwärter ihre Aufgabe bescheiden und selbstverständlich erledigen, ohne sich in das Blickfeld der Berichterstatter zu drängen. Beides wird zu Teilen richtig sein. Ich war bei der Beseitigung der Unfallschäden auf der A61 eingesetzt. Meine Tätigkeit nahm ich gegen 4:30 Uhr auf. Die Fahrbahn war in beiden Richtungen gesperrt. Ich fuhr der Unimog mit Vorbaubesen an der Unfallstelle auf und ab. Obwohl die Fahrbahn gesperrt war und ich in Fahrtrichtung das Fahrzeug führte, tauchten plötzlich mit hoher Geschwindigkeit zwei PKW´s auf, die mir entgegenkamen. Es sollte nicht bei diesem Einzelfall bleiben. Das passierte in dieser Nacht noch ein weiteres mal. Die Arbeit auf dem Unimog ist in diesem falle gefährlich, sie ist sogar lebensgefährlich. Nicht abzuschätzen ist die Gefährdung, die von den ausgelaufenen Chemikalien ausgeht. Tränende Augen Atemnot, Angst, ringsum Hektik, widersprüchliche Anweisungen – das ist die Situation, der Straßenwärter ausgesetzt sind.

Wie schon erwähnt, hat die Presse ausführlich über dieses Geschehen berichtet. Von dem 17stündigen Einsatz der Straßenwärter ist in der Presse kein Wort zu lesen. Wollen wir annehmen dass die Arbeit der Straßenwärter nur vergessen wurde.

Wirklich nur vergessen??? Kollegen, geht es euch auch so???

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Ausgabe 86/03

Die Kollegen Jeske, Berg und Schadek sind am 17. Januar 1986 bei ihrem Arbeitseinsatz auf der Bundesautobahn bei Bad Schwartau getötet worden. Die genaue Unfallursache ist bei Redaktionsschluss noch nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass sich unsere Kollegen völlig korrekt und verkehrsgerecht verhalten haben. Wir übernehmen nachfolgend den Bericht von Lothar Braun aus den Lübecker Nachrichten.

In der Autobahnmeisterei Scharbeutz herrscht lähmendes Entsetzen über den Tot der drei Kollegen. „Heinz Jeske ist seit über 20 Jahren beim Straßenbauamt tätig“ gab ein Kollege über den tödlich verletzten Auskunft. Seit ihrer Gründung gehört der in Neustadt wohnhafte Vater von drei Kindern dieser Autobahnmeisterei an. Günter Berg aus Gronenberg hinterlässt ebenso wie der jüngste der drei Getöteten, der 36 Jahre alte Michael Schadek aus Pönitz, seine Frau und ein sechsjähriges Kind. Tiefes Bedauern und Bestürzung auch bei den Nachbarn, den Beamten der Autobahnpolizei. Fassungslos mussten die Polizisten vor Ort erfahren, dass hier drei Männer starben, die sie von Ihrer täglichen arbeit her kannten. „Wir haben doch eng mit ihnen zusammengearbeitet“, schilderte ein Autobahnpolizist. „Einen so furchtbaren Unfall habe ich in meiner

langjährigen Laufbahn noch nicht gesehen“, zeigte sich einer der Beamten bestürzt. Das folgenschwere Unglück ereignete sich am Vormittag wenige Minuten vor 10 Uhr etwa 400 Meter vor der Autobahnabfahrt Bad Schwartau. Jeske, Berg und Schadek gehörten zu einem Team von Straßenwärtern, die in diesem Bereich Fahrbahnschäden an der Betonpiste ausbessern sollten, eine wandernde Tagesbaustelle sollte eingerichtet werden. Drei orangerote Lastwagen samt Warnzeichenanhänger waren auf dem Standstreifen geparkt, die Signalleuchten eingeschaltet – ein unübersehbarer Arbeitsplatz. Als die drei Männer ausstiegen und hinter ihrem Fahrzeug zwischen Lastwagen und Anhänger traten passierte der schreckliche Unfall. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache raste ein von einem 25jährigen Sudenten gesteuerter VW-Bus auf die linke hintere Partie des Hängers und drückte diesen mit großer wucht auf den Lastwagen – genau an der Stelle an der die drei Straßenwärter standen. Der Kleinbus wurde auf die Fahrbahn zurückgeschleudert, ein nachfolgendes Auto prallte auf den Bus und raste unter die Mittelleitplanke. Der Notarzt aus dem Rettungshubschrauber „Christopf 12“ sowie zwei weitere Notärzte aus Lübeck sowie die Besatzungen von sechs Rettungswagen kämpften verzweifelt um das leben der Schwerverletzten. Die Fahrer des Kleinbusses und die Insassen des Personenwagens wurden in Krankenhäuser eingeliefert – für Heinz Jeske, Günter Berg und Michael Schadek kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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