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A 2 Ruhrgebiet bis Hannover Die Ruhrgebietsautobahn wurde seinerzeit mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen in einer Breite von 24 m gebaut, die durch einen Grünstreifen voneinander getrennt waren. Jede Richtungsfahrbahn war mit zwei Fahrstreifen befahrbar. Wegen der damals schon befürchteten bergbaulichen Einwirkungen wurde zwischen Recklinghausen und Kamen von der sonst eher üblichen Zementbetonbauweise abgewichen und die Fahrbahn in Asphaltbeton - Bauweise ausgeführt. Einzelne Anschlussstellen wie zum Beispiel Recklinghausen - Süd oder Dortmund - Mengede erhielten Kleinpflasterdecken, wie sie heute noch teilweise auf der alten B 51 in Recklinghausen zu finden sind. Dass man damals wie heute an einer harmonischen Eingliederung des Strassenkörpers in die Landschaft interessiert war, zeigen zahlreiche Richtlinien über die Gestaltung des Strassenbegleitgrüns, die die “biologischen Beziehungen zum umgebenden Land und dessen standorteigenen Pflanzen" darstellen sollten. So kam man u.a. auch dazu, den “Obstbau beim Bau der Strassen nicht einfach auszuschalten, da dieser ja das Landschaftsbild belebt und verschönert". Unter Berücksichtigung verkehrstechnischer Gesichtspunkte wurden daher an Böschungen Obstbäume und Obstgehölze gepflanzt. Heute hat die A 2 in weiten Bereichen ein völlig anderes Gesicht. Die ehemalige 2Streifigkeit reicht mittlerweile nicht mehr aus, um der Bedeutung dieser Ruhrgebietsautobahn als Transitstrecke gerecht zu werden. Bis auf zwei Einzelabschnitte wurde die A 2 im Bereich der Autobahnmeisterei Recklinghausen auf insgesamt 6 Fahrstreifen verbreitert, um das Verkehrsaufkommen bewältigen zu können. A 43 Münster bis Wuppertal Die A 43 ist die erste Nord - Süd - Schnellstrasse im westfälischen Teil des Ruhrgebietes, die den Fernverkehr über eine Autobahn bis in das Herz des Ruhrgebietes führt. Neben der Funktion als Querspange zwischen den Autobahnstrecken Ruhrgebiet - Hannover und Leverkusen - Kamen übernimmt sie die Aufgabe, den Ziel und Quellverkehr aus den nord und süddeutschen Wirtschaftsräumen unmittelbar und kreuzungsfrei in die Industrie und Siedlungsschwerpunkte des Ruhrgebietes heranzuführen. Durch eine dichte Folge von Anschlussstellen trägt die Schnellstrasse der grossen Bedeutung für den Regionalverkehr Rechnung. Die Bundesautobahn A 43 zwischen Wuppertal und Münster ist planerisch und baulich in zwei Abschnitten verwirklicht worden. Vordringlich war der Bereich im Ruhrgebiet, in dem auch die Verkehrsprobleme vorrangig gelöst werden mussten. Im Münsterland brachte die neue Strasse den Orten an der B 51 die lang erwartete Entlastung vom Durchgangsverkehr. Die Notwendigkeit einer Nord - Süd Schnellstrasse durch das Ruhrgebiet erkannten die Planer bereits vor dem 2. Weltkrieg. Bereits zu diesem Zeitpunkt setzte der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk ein Verkehrsband für die Nordsüdverbindung innerhalb des Ruhrgebietes fest. Nach dem Krieg wurde die Planung wieder aufgegriffen. Trotz völliger Neubearbeitung der Linienführung in Grund und Aufriss konnten weite Strecken der heutigen Planung dem alten Verkehrsband angeglichen werden. Die ersten Voruntersuchungen dazu wurden schon in den 30er Jahren eingeleitet. Da ein Ausbau der bestehenden Bundesstrasse 51 aufgrund der vorhandenen Situation nicht in Frage kam, traf der Bundesminister für Verkehr die Entscheidung zum völligen Neubau einer 4streifigen Kfz - Strasse, die frei von höhengleichen Kreuzungen ist. Der Landschaftsverband Westfalen - Lippe nahm die Planung der “Neuen B 51 " im Jahr 1958/59 auf. Vordringlich wurden zunächst die Raumordnungverfahren zur Vorbereitung der Bestimmungen der Linienführung gemäß §16 Bundesfernstraßengesetz und die Entwurfsarbeiten für den Abschnitt zwischen den Autobahnen - Hannover - Ruhrgebiet (A 2) und Leverkusen - Kamen (A.1) betrieben. Der ca. 15 km lange Abschnitt Recklinghausen - Bochum konnte 1966, der ca. 17 km lange Abschnitt Wuppertal - Nord - Witten- Heven 1969 und der ca. 6,0 km lange Abschnitt zwischen Bochum und Witten - Heven im Jahre 1971 für den Verkehr freigegeben werden. 1976 BAB A 2 L 511 n (Recklinghausen) 1979 L 511 n (Recklinghausen) L 612 (Marl) 1976 L 550 (Bösensell) B 67 (Nottuln) 1980 L 612 (Marl) L 652 (Lavesum) 1981 L 652 (Lavesum) B 67 (Nottuln) Die Vorplanung zur Bestimmung der Linienführung gern. § 16 Bundesfernstrassengesetz zwischen Recklinghausen und Münster - Bösensell fand im Jahre 1969 ihren Abschluss. Nachdem die “Neue B 51 ", oder auch als “EB 51 " (Ersatzbundesstrasse 51) bezeichnet, funktional für den weiträumigen Verkehr aus dem Münsterland bis Wuppertal überregionale Bedeutung bekommen hatte, wurde sie Anfang der 70er Jahre als BAB A 77 später A 43 in das Netz der Bundesautobahnen aufgenommen. Die Verknüpfung mit der BAB Hansalinie (A 1) bei Münster zwischen der Umgehungsstrasse Münster und der Landstrasse Senden - Bösensell (L 550) erfolgte bereits 1965 zusammen mit der Verkehrsfreigabe der BAB Hansalinie. Als weitere Teilstrecken der A 43 zwischen Recklinghausen und Münster wurden folgende Abschnitte für den Verkehr freigegeben: A 52 Gelsenkirchen - Hassel bis Marl - Nord Die A 52 wurde ursprünglich als Landesstrasse L 612 mit einem autobahngleichen Querschnitt geplant. Mit der Vorplanung dieses neuen Strassenzuges wurde in den 60er Jahren begonnen; die weitere Planung, die Bestimmung der Linienführung, die Aufstellung der Entwurfsunterlagen und der Bau selbst, erfolgten abschnittsweise und in Abhängigkeit von den unterschiedlichen örtlichen Dringlichkeiten. Die Fertigstellung der einzelnen Neubauabschnitte erfolgte in den Jahren 1969 bis 1980. |