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Neubau der Meisterei

Die Autobahnmeisterei Recklinghausen war seit der Inbetriebnahme der BAB-Strecke Hannover - Oberhausen im Jahre 1938 in Baracken in der Nähe der Raststätte und Tankstelle Recklinghausen - Nord untergebracht. Die gesamte Anlage reichte für den vergrösserten Betrieb nicht mehr aus und war auch zum grössten Teil baufällig. Die Räume der unmittelbar an der Autobahn nach Köln gelegenen Autobahnmeisterei entsprachen nicht mehr den Anforderungen, die durch den ständig wachsenden Verkehr an sie gestellt wurden. Vor allem waren die Lagermöglichkeiten sehr begrenzt. Ein Neubau der Meisterei wurde daher kurzfristig in Angriff genommen.

Als Standort wurde das Gelände auf der östlichen Seite der Stuckenbuschstraße zwischen der Autobahn und dem Franziskanerkloster ausgewählt. Die Meisterei umfasst einen quadratisch angeordneten Komplex von vier Gebäuden. Ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude enthält auch 3 Wohnungen. Eine langgestreckte Lagerhalle nimmt Kleinmaschinen auf. Eine weitere Halle bietet Platz für grössere Maschinen, Lastwagen und Verkehrsschilder. Ausserdem sind eine Schmiede und eine Schlosserei untergebracht. Als weiteres Gebäude wird eine Streuguthalle für den Winterdienst errichtet.

Mit den Bauarbeiten der Meisterei wurde 1959 begonnen. Im Dezember 1959 erfolgte mit der Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes und der ersten Lagerhalle als 1. Schritt auch der Umzug der 35köpfigen Belegschaft in die neuen Räumlichkeiten. Die endgültige Fertigstellung der restlichen Lagerhallen und der Außenanlagen fand dann im Laufe des Jahres 1960 statt.

Die Verwaltung

 Verwaltung

Neue Salzhalle

Salzhalle

Die Meisterei

Meisterei von oben

Die Gesamtausgaben für die neue Autobahnmeisterei beliefen sich auf rund 1,5 Mio. DM.

Später wurde noch ein Dienstwohnhaus für den Leiter der Autobahnmeisterei Recklinghausen errichtet, für den aus Gründen der Erreichbarkeit eine Residenzpflicht verfügt wurde. Des weiteren kamen noch 7 zusätzliche Fahrzeughallen und eine Streuguthalle mit einem Fassungsvermögen von ca. 1.000 t Streusalz hinzu. Diese Streusalzhalle ist 1999 durch eine neue Halle in gleicher Grösse in Holzbauweise ersetzt worden.

Zum Schutz der fahrbaren Absperrtafeln wurde Mitte der 90iger Jahre eine Unterstellhalle gebaut. Um dem gestiegenen Platzbedarf für die umfangreiche Notruftechnik gerecht zu werden, ist das vorhandene Betriebsgebäude im Sommer 1991 durch einen Anbau erweitert worden, in der die Notrufzentrale der Autobahnmeisterei Recklinghausen untergebracht wurde.

Die Autobahnmeisterei Recklinghausen liegt im Autobahnkreuz Recklinghausen an der Schnittstelle der A 43 mit der A 2 zentral innerhalb ihres zu betreuenden Streckennetzes. Durch ihre Lage am nördlichen Rand des Ruhrgebietes haben die Autobahnen hier eher den Charakter von Stadtautobahnen, was sich besonders durch die grosse Bebauungsdichte und ein Verkehrsaufkommen zeigt, das teilweise mehr als doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt. Ein engmaschiges Netz von nachgeordneten Strassen verbindet die Autobahnen mit einer Vielzahl von Industriebetrieben, was eine besonders hohe Zahl von Anschlussstellen zur Folge hat.

Durch ihre Lage im Ballungsraum ist die Autobahnmeisterei Recklinghausen Ansprechpartner für die Städte Gelsenkirchen, Castrop - Rauxel, Dortmund, Recklinghausen, Herten, Gladbeck, Marl, Dorsten, Haltern und deren Bürger, die von der Ortskenntnis und Bürgernähe und dem direkten Bezug der Autobahnmeisterei Recklinghausen zum Ruhrgebiet mit allen regionalen Besonderheiten profitieren.