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Der Winterdienst auf den Autobahnen war von Anfang an eine zentrale Aufgabe des Straßenunterhaltungsdienstes; er unterscheidet sich heute jedoch grundlegend von der Pionierarbeit der Anfangsjahre. Die anfangs eingesetzten abstumpfenden Streumittel wie Splitt und Sand wurden in den 50iger Jahren durch auftauende Stoffe (Streusalz) ersetzt. Somit entfiel das mühselige Entfernen der nach Beendigung der Glätteperiode auf den Strassen und in den Gräben zurückgebliebenen Sand und Splittmengen.

So wird heute ausschließlich angefeuchtetes Salz in computergesteuerten Mengen bedarfsgerecht durch Streufahrzeuge mit modernster Technik ausgebracht.

Die Vorteile der Feuchtsalzstreuung

....ein gleichmässiges Streubild

....grössere Streubreite

....schnellere Anfangstauwirkung

....bessere Langzeitwirkung    (Unfallprophylaxe)

Der Einsatz erfolgt in der Regel auf der Grundlage einer detaillierten Wetterprognose des Wetteramtes in Essen nach dem sogenannten “Strassenzustands und Wetterinformationssystem (SWIS) ,das den Streudienst in die Lage versetzt, Glätte zu bekämpfen, bevor sie einsetzt. Dabei wird zur Schonung der Umwelt nur soviel Salz auf die Strasse gegeben, wie der Strassenzustand es erfordert.

Aktiviert wird der Winterdienst durch eine Winterdienstzentrale in der Autobahnniederlassung Hamm, wo alle erforderlichen Informationen koordiniert werden. Die früheren den Autobahntankstellen oder an den Autobahnzufahrten üblichen Wettertafeln, die über winterliche Witterungsverhältnisse und Strassenzustände berichteten, sind somit überflüssig geworden. Der Vollständigkeit halber sollte dabei noch erwähnt werden, dass es eine Verpflichtung zum Schneeräumen und zur Glättebekämpfung auf den Autobahnen nicht gibt. Der Einsatz hat lediglich “nach besten Kräften" zu erfolgen (§ 3 FStrG), da keine noch so perfekte Winterdienstorganisation alle Strassen zu jeder Zeit Schnee und eisfrei halten kann.